Italo-Flugsicherung ENAV fliegt an die Mailänder Börse

16. Juli 2016, 11:53
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Regierung Renzi setzt trotz Brexit-Turbulenzen Privatisierungen fort

Mailand – Italien fiebert der größten Privatisierung des Jahres entgegen. Trotz der Turbulenzen an der Mailänder Börse infolge des Brexit-Referendums hält Premier Matteo Renzi an seinem Ziel zur Teilprivatisierung der Flugsicherung Enav fest, die sich zu 100 Prozent in Staatsbesitz befindet. Am 26. Juli debütiert Enav in Mailand an der Börse. Dabei handelt es sich um den größten Börsengang des Jahres.

Verkauft wird ein 40-prozentiger Anteil an der 1,9 Mrd. Euro schweren Gesellschaft. Mit der Privatisierung will Renzi Italiens Schuldenberg reduzieren. Die Enav-Aktie wird zu einem Preis zwischen 2,9 und 3,5 Euro angeboten. Die Einnahmen für den Staat dürften bis zu 880 Mio. Euro betragen. Enav ist die erste Flugsicherung auf dem Kontinent, die gelistet wird.

Vier Milliarden Euro für Italiens Staatskasse

Renzi plant 2017 auch die Teilprivatisierung der Staatsbahnen FS. Bis zu 40 Prozent der FS sollen Indiskretionen zufolge an die Börse gebracht werden, was Italiens Staatskasse bis zu vier Milliarden Euro bringen soll. Dabei handelt es sich um die größte Operation, die die Regierung Renzi zum Abbau der Verschuldung plant. Der italienische Staat hatte im vergangenen Oktober bereits einen 40-Prozent-Anteil an der Post veräußert. Mit Privatisierungen soll Italiens Schuldenberg reduziert werden, der auf über 133 Prozent geklettert ist. (APA, 16.7.2016)

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