St. Helena: Flughafen geht wegen Turbulenzen nicht in Betrieb

15. Juli 2016, 18:45
28 Postings

Neuer Airport kostet fast 300 Millionen Euro

Johannesburg – Die abgelegene Insel St. Helena im Südatlantik behält vorerst ihre einzige Verkehrsanbindung per Postschiff. Da sich bei Testflügen am neuen Flughafen des Eilands heftige Turbulenzen gezeigt hätten, werde das Schiff mindestens bis Sommer 2017 weiter fahren, so die Inselregierung am Freitag. Eigentlich sollte die "RMS St. Helena" Ende 2016 außer Dienst gestellt und von Flugzeugen ersetzt werden.

Für den Bau des Flughafens waren enorme Anstrengungen unternommen worden. So mussten eine Bergkette teilweise abgetragen und ein kleines Tal aufgefüllt werden. Der Bau des Flughafens kostete 250 Mio. Pfund (knapp 300 Mio. Euro) und sollte unter anderem den Tourismus ankurbeln. Testflüge im April zeigten dann jedoch die starken Turbulenzen.

Nun bleibt der Airport auf unbestimmte Zeit geschlossen. Die Inselregierung erklärte, eine Lösung werde "einige Zeit in Anspruch nehmen".

St. Helena, ein britisches Überseegebiet, liegt fast 2.000 Kilometer von der Küste Afrikas entfernt. Die Anfahrt mit dem Postschiff dauert von Kapstadt aus rund fünf Tage.

Bekannt ist St. Helena als Verbannungsort des französischen Kaisers Napoleon, der dort 1821 starb. Heute leben etwa 4.200 Menschen auf der Insel. Es gibt dort eine Bank, aber keine Bankomaten. (APA, AFP, 15.7.2016)

  • Die Piste geht nicht in Betrieb
    foto: apa/afp/jean liou

    Die Piste geht nicht in Betrieb

  • Die RMS St. Helena muss weiter fahren
    foto: apa/afp/jean liou

    Die RMS St. Helena muss weiter fahren

Share if you care.