Die Optik-Tricks hinter Rembrandts Selbstporträts

16. Juli 2016, 08:00
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foto: hocknes, falco et al.
Wurden die beiden Selbstporträts von Rembrandt mithilfe von Projektionen angefertigt? Links: Selbstporträt mit aufgerissenen Augen und Barett, 1630, Rijksmuseum, Amsterdam. Rechts: Lachender Rembrandt, 1628, Paul Getty Museum, Los Angeles.

Oxford – Die genialen Selbstporträts von Rembrandt (1606-1669) geben Künstlern und Kunsthistorikern bis heute Rätsel auf: Wie war es dem Meister möglich, seine Gefühlsausdrücke so realistisch auf die Leinwand zu bannen? 2001 formulierten der Maler David Hockney und der Optik-Professor David Falco den Verdacht, dass er sich dabei mit Spiegeln und Linsen half, um sein Gesicht auf den Malgrund zu projizieren.

Die Hockney-Falco-These wurde bald heftig kritisiert, doch nun erfährt sie durch Francis O'Neill und seinem Artikel im "Journal of Optics" Bestätigung. David Stork freilich, der schärfste Kritiker dieser These, ist indes auch von der neuen Beweisführung nicht überzeugt. (tasch)

Abstract
Journal of Optics: "Rembrandt's self-portraits"

(16.7.2016)

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