Lebenskrisen genderspezifisch betrachtet

Rezension16. Juli 2016, 09:00
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Zu Rollenbildern und Krisen in Frauenleben

Wien – Psychische Verletzlichkeit zeigt sich bei Frauen anders als bei Männern. Da geht es um Rollenbilder, um Ungleichheit, um kritische Lebensphasen wie Schwangerschaft, Geburt, Mutterschaft. "Das ist das Schöne an dem Titel unseres Buches, er spricht von Krise, die als Wendepunkt zum Besseren oder Schlechteren verstanden werden kann. Damit diese Krisen nicht zur Krankheit und schweren Folgen führen, macht der geschlechtersensible Blick darauf Sinn", rückt Herausgeberin Karin Gutiérrez-Lobos mögliche Missverständnisse von Krankheitszuschreibung oder gar Viktimisierung zurecht.

Exakt das Gegenteil ist Anliegen des Sammelbandes – beigetragen haben die jeweils führenden Expertinnen auf ihren Gebieten, woraus sich der Status quo der aktuellen Diskurse in Wissenschaft und Forschung und auch die Möglichkeit praktischer Lösungsansätze ergeben. Genderspezifische Betrachtung und Analyse sind die Brille, durch die geschaut wird, um "krankmachende Bedingungen aufzulösen". (red, 16.7.2016)

Beate Wimmer-Puchinger, Karin Gutiérrez-Lobos, Anita Riecher-Rössler
Irrsinnig weiblich – Psychische Krisen in Frauenleben

€ 39,99 / 268 Seiten
Springer-Verlag, 2016

  • Genderspezifische Betrachtungen, Analysen und Lösungsansätze will das Buch liefern.
    foto: springer

    Genderspezifische Betrachtungen, Analysen und Lösungsansätze will das Buch liefern.

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