Zika-Virus: Empfehlungen für Olympiade

15. Juli 2016, 10:50
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Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit gibt Empfehlungen für alle, die zur Olympiade fahren und sich vor einer Zika-Infektion fürchten

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat einen eigenen Folder mit Empfehlungen für Olympia-Reisende in Sachen Zika-Virus erstellt. Die wichtigsten Punkte: Speziell vorsichtig sollten Frauen mit Kinderwunsch oder Schwangere sein. Sie sollten alle Reisen in die betroffenen Länder und Gebiete vermeiden. Allgemein gilt: Insektenstiche sollten so gut es geht durch Insektenschutzmittel vermieden werden. Auch das Tragen von langärmlige Hemden und lange Hosen verhindert Stiche.

Die Stechmücken, die das Zika-Virus übertragen, sind hauptsächlich tagesaktiv, stechen also auch zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Empfohlen wird das Schlafen oder Ruhen in abgeschirmten oder klimatisierten Räumen bzw. unter einem Moskitonetz, auch tagsüber.

Zika und Sex

Um Zika-Ansteckungen zu vermeiden, wird zu Sex mit Kondome geraten. Schwangere sollten ihren Frauenarzt nach der Reise in betroffene Gebiete darüber informieren. Männer mit schwangeren Frauen sollten bis zum Ende der Schwangerschaft Kondome verwenden. Ist die Partnerin nicht schwanger, sollten Kondome mindestens acht Wochen lang verwendet werden.

In Europa sind bisher nur wenige Fälle von Zika Virus-Infektionen nach Reisen in betroffene Gebiete bekannt. Mit Stand Juni 2016 wurden in Österreich zehn Zika-Virus-Infektionen dokumentiert, alle reisebedingt.

Mit der Rückkehr von Besuchern der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es mehr Erkrankungsfälle in Europa geben wird. Grundsätzlich ist auch die Möglichkeit einer Übertragung innerhalb Europas nicht auszuschließen, da Stechmücken wie die Asiatische Tigermücke auch in Europa (Mittelmeer-Raum) heimisch geworden sind.

Offizielles Monitoring

Zur Überwachung auf die in Österreich auftauchenden Stechmücken gibt es ein eigenes Programm: Über das Gelsen-Monitoring der AGES werden seit 2011 Stechmücken auf Krankheitserreger wie z. B. West Nil-Virus (WNV), Dengue-Virus, Chikungunya-Virus und auch Zika-Virus überwacht. Zika-Virus wurde noch nie nachgewiesen. Einzelne Nachweise der Asiatischen Tigermücke gab es im Jahr 2012. (APA/red, 15.7.2016)

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