Günstiger Sprit hält Inflation auch im Juni tief

15. Juli 2016, 09:38
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Anstieg um 0,6 Prozent auf Jahressicht, Hauptpreistreiber waren Restaurants und Hotels. Preise in Eurozone stiegen marginal

Wien – Die Inflationsrate lag in Österreich im Juni bei 0,6 Prozent und damit so hoch wie im Vormonat Mai. Hauptpreistreiber waren nach wie vor Restaurants und Hotels mit einem Plus von 3,4 Prozent, erklärte die Statistik Austria am Freitag. Als größter Preisdämpfer wirkten Treibstoffe, allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Monaten.

Zum Preisanstieg bei Restaurants und Hotels trugen überwiegend teurere Bewirtungsdienstleistungen (+3,1 Prozent) bei, Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich gar um 4,8 Prozent. In der Ausgabengruppe "Wohnung, Wasser, Energie" stiegen die Preise durchschnittlich um 0,6 Prozent, Wohnungsmieten erhöhten sich aber um 2,7 Prozent.

Treibstoffpreise sanken um zehn Prozent

Im Sektor Verkehr sanken die Preise um durchschnittlich 2,7 Prozent, wobei die Preise für Treibstoffe mit minus 10,1 Prozent weiter am stärksten zurückgingen, allerdings etwas geringer als im Mai (minus 11,8 Prozent).

Von Mai auf Juni stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) um 0,1 Prozent, der für Europavergleiche errechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) blieb gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Jahresabstand stieg er ebenfalls um 0,6 Prozent.

Eurozone wieder mit positiver Inflation

Im Euroraum sind die Verbraucherpreise im Juni erstmals seit Jänner wieder leicht gestiegen. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte, lag das Preisniveau um 0,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Letztmalig war die Inflationsrate im Jänner über der Nulllinie gelegen.

Vom Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) liegt die Teuerung im gemeinsamen Währungsraum nach wie vor weit entfernt. Die Notenbank strebt für den gesamten Euroraum eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Auf diesem Niveau spricht sie von Preisstabilität. Wegen der schwachen Inflation hat die EZB ihre Geldpolitik massiv gelockert. (APA, 15.6.2017)

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