2015 brachte in Deutschland Höchststand an Zuwanderung

14. Juli 2016, 13:50
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2,1 Millionen Menschen kamen in die Bundesrepublik – Anstieg von 46 Prozent

Berlin – Die Zuwanderung nach Deutschland ist im vorigen Jahr auf ein Rekordhoch gestiegen. Rund 2,14 Millionen Menschen kamen nach Deutschland und damit rund 672.000 mehr als 2014, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Anstieg von 46 Prozent.

Rund 1,14 Millionen mehr Personen kamen hinzu als wegzogen. Auch dies ist beim sogenannten Wanderungsüberschuss der bisher höchste Wert seit Bestehen der Bundesrepublik.

Die Zuwanderung von Flüchtlingen habe einen großen Anteil am Anstieg, erklärte das Bundesamt. Ausländer stellten mit 2,02 Millionen Personen die meisten Zuwanderer. Rund 45 Prozent waren EU-Bürger, 13 Prozent kamen aus anderen europäischen Ländern, 30 Prozent aus Asien und fünf Prozent aus Afrika. Die Zahl der per Saldo zugewanderten Syrier stieg kräftig von 66.000 auf 298.000, die der Afghanen von 11.000 auf 80.000, die der Iraker von 4.000 auf 60.000 und die der Pakistaner von 7.000 auf 20.000. Der Wanderungsüberschuss kletterte bei Albanern um 12.000 auf 47.000 sowie für Kroaten von 25.000 auf 40.000. Insgesamt kamen die meisten Menschen aus Syrien (310.000), gefolgt von Rumänien (221.000) und Polen (191.000).

Die Zahl der Auswanderer stieg auch auf einen Rekord: 998.000 Menschen kehrten Deutschland den Rücken, neun Prozent mehr als im Jahr zuvor. (APA, Reuters, 14.7.2016)

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