Britische Notenbank lockert Geldpolitik trotz Brexit-Votums nicht

14. Juli 2016, 13:13
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Bank of England gibt sich zurückhaltend und will Prognosen abwarten

Wien – Obwohl das Vertrauen von Investoren und die Zuversicht der Konsumenten durch das Brexit-Votum in den Keller gerasselt ist, lockert die Bank of England ihre Geldpolitik nicht. Die Leitzinsen bleiben bei 0,5 Prozent, gab die Notenbank am Donnerstag bekannt. Die meisten Analysten hatten mit einer Zinssenkung gerechnet. Auch das Anleihenkaufprogramm wird nicht aufgestockt.

Die Notenbank will vorerst einmal neue Prognosen für die Entwicklung von Inflation und Wachstum abwarten. Der Großteil der britischen Notenbanker rechne aber damit, dass man im August zusätzliche Maßnahmen ergreifen werde, um die Wirtschaft zu stützen, heißt es in einer Aussendung.

Am Tag nach dem Brexit-Votum hat die Bank of England Banken zusätzliche Milliardenkredite zur Verfügung gestellt. Das sollte die Stabilität des Finanzsektors bewahren. Bei der Zinsentscheidung, die am Donnerstag bekannt gegeben wurde, geht es um die Steuerung der Konjunktur und der Teuerung. (sat, 14.7.2016)

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