Neue Plattform für Integrationsprojekte

14. Juli 2016, 11:46
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ideegration.at will Initiativen vernetzen

Wien – Eine neue Web-Plattform vernetzt bestehende Integrationsinitiativen miteinander. Auf der Website www.ideegration.at können die Projektbetreiber ein Profil erstellen, um ihre Angebote sichtbar zu machen. Die Betreiber erhoffen sich dadurch "Rückenwind" für die zahlreichen Projekte, hieß es am Donnerstag bei der Präsentation der Plattform. Die besten Ideen sollen von einer Jury ausgewählt werden.

"Das wird ein richtiger Marktplatz für Integrationslösungen", sagte Georg Schön, Geschäftsführer der Non-Profit-Organisation Ashoka Österreich, die soziales Unternehmertum fördert. Derartige Initiativen im Integrationsbereich bräuchten einen gesunden Nährboden, damit sie bestehen bleiben und sich verbreiten könnten.

Zwischenziel

Auch das Rote Kreuz unterstützt das neue Projekt. Dessen Bundesrettungskommandant Gerry Foitik betonte abermals den Stellenwert gelungener Integration. Für viele Flüchtlinge etwa sei mit der Aufnahme in Österreich nur ein "Zwischenziel" erreicht.

Für die technische Umsetzung der Online-Plattform ist der Service- und Technologieanbieter Accenture verantwortlich. "Für eine gelungene Integration braucht es neben Ideen vor allem auch Strukturen", so Vertreter Wolfgang Deix. Bereits jetzt haben die ersten Initiativen ein Profil angelegt. As allen bis zum 8. Oktober vollständig ausgefüllten Profilen wählt eine Jury die meistversprechenden aus. Auf einer Konferenz am 10. November werden diese mit Unterstützern zusammengebracht, die ihre Expertise einbringen werden.

Parallelstrukturen verhindern

Eine auf www.ideegration.at bereits registrierte Initiative ist das Online-Arbeitsportal Refugeeswork.at. Mit dem Projekt verhindere man auch "Parallelstrukturen" in der Integrationsarbeit, sagte Mitbegründerin Fatima Almukhtar. Präsentiert wurde das Projekt im Cafe "The Connection", das von Migranten betrieben wird. Betreiberin Valerie Mühlenburg sprach etwa von Mitarbeiterinnen, die durch die Arbeit ihre Deutschkenntnisse schnell verbessert und Selbstbewusstsein entwickelt hätten. Sie erhofft sich durch die Plattform auch mehr Aufmerksamkeit für Integrationsinitiativen. (APA, 14.7.2016)

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