Studie: So machen die Österreicher Sommerurlaub

14. Juli 2016, 12:25
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Das Marktforschungsinstitut Mindtake Research hat abgefragt, wie die Österreicher ihren Sommerurlaub planen, buchen und wohin sie verreisen. Kurzzusammenfassung: Nach einem Ausflug ins Internet geht's nach Italien, die Flüchtlingskrise spielt bei der Planung kaum eine Rolle

Während 63,6 % der Österreicher und Österreicherinnen diesen Sommer auf Urlaub fahren werden, sind sich 22 % noch nicht sicher, 14,4 % bleiben überhaupt zuhause. 33,9 % der Personen, die angegeben haben im Sommer auf Urlaub zu fahren, haben noch nicht gebucht. Beinahe 50 % der Personen, die noch nicht gebucht haben, werden dies erst ein bis zwei Wochen vor dem Verreisen erledigen.

Online Buchung dominiert

56,3 % der Personen, die ihren Urlaub bereits gebucht haben, erledigten dies über das Internet. 80,2 % der Online-Bucher verwendeten dabei das Notebook beziehungsweise den Desktop. Immerhin 11,6 % benutzen ihr Tablet, 8,3 % das Smartphone. Als Gründe für die Online-Buchung wurden der einfache Preisvergleich (40,3 %), sowie der geringe Zeitaufwand (36,6 %) und die Möglichkeit sich nicht nach Öffnungszeiten richten zu müssen (34 %), genannt. Doch auch das Reisebüro war diesen Sommer ein beliebter Ort für die Urlaubsbuchung. Immerhin 30,4 % der Österreicher, die ihren diesjährigen Sommerurlaub (An-/Abreise und Unterkunft) schon gebucht haben, erledigten dies stationär. Die Hauptgründe für den Gang ins Reisebüro waren die persönliche Beratung (53,6 %), sowie das Know-how der Mitarbeiter zu beispielsweise Einreisebestimmungen und Visavorschriften (34,8 %).

Oft nur Unterkunft gebucht

30,9 % der Österreicher, die ihren gesamten Urlaub (An-/Abreise sowie Unterkunft) bereits gebucht haben, erledigten dies bei einem einzigen Anbieter. Bei 37,1 % der Befragten war dieser Anbieter eine Online-Buchungsplattform. Da 56,8 % der Befragten mit dem Auto in den Urlaub fahren werden, war bei vielen die Buchung des Verkehrsmittels nicht notwendig. 38,4 % der Personen, die den Urlaub schon bezahlt haben, buchten lediglich die Unterkunft, jedoch nicht die An-/und Abreise.

Reiseführer Internet

Nicht nur bei der Buchung, sondern auch bei der Informationsbeschaffung über das Reiseziel, dominiert das Internet. Freunde, Bekannte, Familie und Verwandte werden ebenfalls gerne um Auskunft gebeten (45,8 %). Interessant ist, dass sich 3,9 % der Befragten gar nicht über ihr Reiseziel informieren.

Italien beliebtestes Reiseziel

Von den Personen, die ihren Urlaub bereits gebucht haben, werden rund ein Viertel (25,8 %) über die Sommermonate in Österreich bleiben und hier ihren Urlaub verbringen. 64,6 % der Österreicher werden ihren Urlaub jedoch in einem anderen europäischen Land genießen. Zu den Top-Destinationen zählen Italien (24,3 %) und Kroatien (21,9 %).

Flüchtlingskrise im Urlaub

Die aktuelle Flüchtlingskrise hatte für ein Drittel (33,4 %) der Befragten einen Einfluss auf die Urlaubsplanung. Von den Personen, die angaben, dass die Flüchtlingskrise bei der Urlaubsplanung eine Rolle gespielt hat, meinten 58,5 %, dass sie in ihrem Urlaub nicht mit der Flüchtlingskrise konfrontiert werden möchten. Immerhin 2,9 % der Befragten engagieren sich in ihrem Urlaub für Flüchtlinge. Für 66,6 % spielte die Flüchtlingskrise nur eine geringe bis gar keine Rolle bei der Urlaubsplanung. (red, 14.7.2016)

Die Studie wurde von MindTake Research mithilfe des Online-Panels von MindTakeResearch im Juni 2016 durchgeführt. Unter Einhaltung bestimmter Quoten wurden repräsentativ für die österreichische Bevölkerung 803 österreichische Internet-Nutzer zwischen 15 und 69 Jahren befragt, wobei insgesamt 511 Personen in die Kernzielgruppe der Befragung (Personen, die im Sommer 2016 auf Urlaub fahren) fallen.

  • Nix Neues: Die Österreicher fliegen auf Italien.
    foto: apa /afp / marie-laure messana

    Nix Neues: Die Österreicher fliegen auf Italien.

  • Arten von Urlaub
    grafik: mindtake research

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  • Individualreisende nach Geschlecht
    grafik: mindtake research

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  • Informationsquellen
    grafik: mindtake research

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  • Onlinerecherche nach Geschlecht
    grafik: mindtake research

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