"Pokémon Go" soll schon 14 Millionen Dollar eingespielt haben

14. Juli 2016, 10:44
16 Postings

Monetarisierung mit Mikrotransaktionen – Entwickler kündigt Einführung von gesponserten Pokéstops an

Auch eine Woche nach dem Start von "Pokémon Go" in ersten Ländern grassiert das Monsterfieber weiter. Weil das Game auch auf Umwegen installiert werden kann, gibt es auch in Österreich immer mehr neue Trainer, die das Smartphone-Game ausprobieren.

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Spieles ist, dass es grundsätzlich kostenlos zugänglich ist. Die App kann ohne monetärer Gegenleistung heruntergeladen werden, es werden auch keine Abogebühren fällig. Wer möchte, kann jedoch gegen echtes Geld Ingame-Währung, sogenannte "Pokémünzen" erstehen, mit denen sich nützliche Gegenstände kaufen lassen. Laut den Marktforschern von SuperData soll "Pokémon Go" auf diesem Wege bereits 14 Millionen Dollar Umsatz generiert haben.

foto: pokemon go
Spieler können im Preisbereich von einem bis 100 Euro virtuelle Münzen für den Kauf von Items erwerben.

"Ingress" deutlich ausgestochen

Das ist eine beachtliche Zahl, wenn man die erst kurze und eingeschränkte Verfügbarkeit des Games beachtet. Im Schnitt hat der Titel somit pro Tag rund 3,5 Millionen Dollar erwirtschaftet, da sich die Berechnungen auf den vierten Tag nach Veröffentlichung beziehen. Für "Ingress", das erste Augmented-Reality-Game der "Pokémon Go"-Entwickler, schätzt Superdata die bisherigen Einnahmen auf gerade einmal 1,1 Millionen Dollar über einen Zeitraum von etwa drei Jahren.

Da die Spielerbasis der Monsterwelt in den nächsten Wochen mit der Fortsetzung des Roll-outs – hierzulande soll das Game noch in dieser Woche offiziell verfügbar werden – noch deutlich wachsen wird, werden wohl auch die Einnahmen nach oben schießen.

Gesponerte Pokéstops kommen

Von Zahlen, wie sie etwa die "Clash of Clans"-Macher von Supercell einfahren, ist man freilich noch ein gutes Stück entfernt. Das mittlerweile zum chinesischen Tencent-Konzern gehörende Studio machte mit seinen Free2Play-Games im Jahr 2015 einen Umsatz von 2,3 Milliarden Dollar und 930 Millionen Dollar Gewinn.

Auch eine andere Einnahmequelle will Niantic laut Android Central erschließen. Man möchte künftig spezielle, gesponserte "Pokéstops" (Orte, an denen Spieler Gegenstände erhalten) einrichten. "Ingress"-Spielern dürfte das bekannt vorkommen, auch hier gibt es bereits gebrandete Inhalte, etwa eigene Portale bei Standorten des Telekomanbieters Vodafone oder besondere Gegenstände. (gpi, 14.07.2016)

Share if you care.