"Sheep View 360": Färöer nutzen Schafe statt Google-Autos

13. Juli 2016, 15:16
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Fünf flauschige Huftiere liefern Rundumaufnahmen von der Inselgruppe im Nordatlantik

Im Fußball gelten sie als der geheime Angstgegner Österreichs – nicht nur weil ihre Heimspiele oft unter heftigem Windeinfluss ausgetragen werden: Die Färöer Inseln. Gelegen etwa in der Mitte zwischen Island, Norwegen und dem Vereinigten Königreich beherbergen sie rund 50.000 Einwohner, aber 80.000 Schafe.

Touristen in die Hauptstadt Torshavn und die anderen Städte zu locken gestaltet sich als gar nicht so einfache Angelegenheit. Und auch Googles Streetview-Aufnahmeteam hat es dort noch nicht hin verschlagen. Weswegen Durita Dahl Andreassen und Kollegen die Dinge nun in die eigene Hand genommen haben. Fünf Schafe liefern nun 360-Grad-Aufnahmen aus dem Norden.

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Upload zu Google Maps

Die Kameras sind ausgestattet mit Solarpanels, die für Stromversorgung bürgen. Aufnahmen erhalten dank einem GPS-Modul Geodaten, über die sich der Aufnahmeort anzeigen lässt. Das Material des Projekts "Sheep View 360" wird anschließend bei Google Maps hochgeladen. Dort lassen sich bereits ein paar Ablichtungen ansehen.

Andreassen versucht derweil immer noch per Petition, Google dazu zu bewegen, auf den Färöern vorbei zu kommen. Denn während Schafe zwar Wiesen und Hochland durchqueren, sind sie als Fotografen für Städte und Straßen eher ungeeignet. (gpi, 13.07.2016)

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