Japans Kaiser Akihito denkt offenbar über Abdankung nach

13. Juli 2016, 14:32
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Die Gesetze des Landes sehen einen Thronverzicht nicht vor

Tokio – Japans Kaiser Akihito denkt Medienberichten zufolge darüber nach, zugunsten seines ältesten Sohnes zurückzutreten. Einen solchen Schritt "innerhalb weniger Jahre" habe der 82-Jährige gegenüber Vertrauten erörtert, berichteten der Fernsehsender NHK und die Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch.

Zur Begründung habe er angeführt, dass auf dem Thron jemand sein solle, der die damit verbundenen Aufgaben voll erfüllen könne. Akihitos Wunsch werde sowohl von seiner Frau Michiko unterstützt als auch von Kronprinz Naruhito, der dann Kaiser werden würde, berichtete NHK. Vom Palast gab es zunächst keine Stellungnahme zu den in Japan hochsensiblen Berichten. Der Kaiser hat in Japan keinen Einfluss auf die Politik, er gilt laut Verfassung als "Staatssymbol".

Der Kaiser hatte 1989 nach dem Tod seines Vaters Hirohito den Chrysanthementhron bestiegen. Die Gesetze des Landes sehen eine Abdankung nicht vor, sie müssten für einen solchen Schritt geändert werden. (APA, 13.7.2016)

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