Whatsapp-Rivale Line schon vor Börsendebüt hoch gehandelt

13. Juli 2016, 14:07
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Die Messenger-Plattform ist vor allem in Japan beliebt

Tokio – Beim bisher größten Börsengang eines Technologie-Unternehmens in diesem Jahr zeichnet sich eine starke Nachfrage ab. Die Aktien des japanischen Whatsapp-Rivalen Line wurden nach Angaben des Branchendiensts Dealwatch am Mittwoch am Grauen Markt mit 3.800 Yen gehandelt. Das ist ein Aufschlag von 15 Prozent auf die 3.300 Yen (knapp 30 Euro), zu denen die Papiere den Erstkäufern zugeteilt werden. Das offizielle Marktdebüt ist am Donnerstag in New York geplant, am Freitag folgt Tokio. Line dürfte dabei rund 1,3 Milliarden Dollar einnehmen, insgesamt wäre das Unternehmen bei 3.300 Yen mit sieben Milliarden Dollar bewertet.

Die vor allem in Japan beliebte Messenger-Plattform hatte zunächst einen Verkaufspreis von 2.800 Yen pro Aktie angepeilt und diesen dann auf eine Spanne zwischen 2.700 bis 3.200 Yen ausgeweitet, welche später noch mal erhöht wurde. Line gehört dem größten südkoreanischen Webportal-Betreiber Naver. Die Japaner sind in ihrer Heimat, in Taiwan und in Thailand Marktführer und weltweit die Nummer sieben.

Das Unternehmen startete seine Messenger-Plattform 2011, als Japans Telefonnetz nach der Beben- und Tsunami-Katastrophe zusammenbrach. Über die App lassen sich Sprachnachrichten verschicken, Videoanrufe tätigen sowie Fotos und Videos teilen. Bekannt ist Line auch für seine Emojis wie Teddybären und Hasen, mit denen Nutzer ihre Gefühle bildhaft ausdrücken können. Die Emojis wie auch das Musikangebot müssen in der Regel zunächst gekauft werden. (Reuters, 13.7.2016)

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