Österreicher rechnen mit mehr Gehalt und wollen emsig konsumieren

13. Juli 2016, 12:21
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Trotz weiterhin negativer Konjunkturerwartung steigt die Konsumlaune auf einen Wert wie zuletzt im November 2012

Wien – Die Österreicher glauben zwar nicht, dass sich die heimische Wirtschaft rasch erholen wird, rechnen aber mit baldigen Gehaltserhöhungen. Mit der Aussicht auf ein höheres Einkommen steigt bei den Österreichern die Konsumlaune. Das geht aus der aktuellen GfK-Studie zum Konsumklima hervor.

Für die Studie im Auftrag der EU befragt die GfK monatlich 40.000 Menschen in den 28 EU-Ländern, darunter 1.500 in Österreich. Die Konsumlaune ist in keinem der befragten Länder zwischen März und Juni so sehr gestiegen wie in Österreich: Die Österreicher wollen so viel kaufen wie seit November 2012 nicht mehr. Der Indikator ist um 17 Zähler auf 23 Punkte gestiegen. Der Durchschnitt der befragten Länder liegt bei 16 Punkten, mit den Extremwerten in Griechenland (-45 Punkte) und Deutschland (54 Punkte). Nach den Deutschen wollen die Österreicher am meisten kaufen und konsumieren. Mit Deutschland und Tschechien gehört Österreich zu den drei Ländern, die eine Anschaffungsneigung über 20 Punkten haben.

Die Einkommenserwartungen der Österreicher sind jetzt weniger optimistisch als im März, doch deutlich optimistischer als im April, und bleiben mit einem Indikator von 28 Punkten über dem 16-Punkte-Durchschnitt der 28 befragten Länder.

Die Konjunkturentwicklung wird in Österreich mit einem Indikator von minus 8 Punkten – der EU-Durchschnitt liegt bei einem Punkt – ähnlich negativ gesehen wie in Großbritannien, Belgien und Bulgarien. Allerdings ist dort der Indikator zwischen März und Juni 2016 weiter gesunken, während er sich in Österreich um zehn Punkte erholt hat. Erstmals würden sich die Einkommenserwartungen und die Konsumlaune der Österreicher auf die Konjunkturaussichten auswirken, stellt Paul Unterhuber von GfK Austria fest. (APA, 13.7.2016)

  • Glaubt man der Studie, sind die heimischen Konsumenten bestens gestimmt.
    foto: apa/dpa/bodo marks

    Glaubt man der Studie, sind die heimischen Konsumenten bestens gestimmt.

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