Ermittlungen wegen angeblichen Mordversuchs an Tierschützer eingestellt

13. Juli 2016, 12:13
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Laut VGT-Obmann Balluch schoss Jäger im Weinviertel aus Gatter in seine Richtung – Staatsanwaltschaft Korneuburg: "Tatverdacht ließ sich nicht erhärten"

Korneuburg – Die Staatsanwaltschaft Korneuburg hat die Ermittlungen nach einer Anzeige wegen Mordversuchs bei einer Gatterjagd in Hausbrunn im Weinviertel am 28. November 2015 eingestellt. "Der Tatverdacht ließ sich nicht erhärten", sagte Karl Schober von der Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage. Laut Martin Balluch, Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VGT), schoss ein Jäger direkt in seine Richtung.

Es sei ein Schuss abgegeben worden, es konnte aber nicht bewiesen werden, dass es eine Schussabgabe auf Balluch gegeben hat, sagte Schober. Der Anwalt des Tierschützers hatte im Dezember eine Sachverhaltsdarstellung wegen des Verdachts des Mordversuchs bzw. der Gefährdung der körperlichen Sicherheit unter besonders gefährlichen Verhältnissen eingebracht.

Weitere Einstellung

Ein Jäger habe bei der Treibjagd in einem Gatter im Bezirk Mistelbach am 28. November 2015 "aus dem Gatter hinaus direkt in die Richtung des dort filmenden VGT-Obmanns" geschossen, "offenbar um ihn zu vertreiben", teilte der VGT am Mittwoch in einer Aussendung mit. Das Projektil sei wenige Meter neben Balluch eingeschlagen, wie in der auf der VGT-Website veröffentlichten Sachverhaltsdarstellung zu lesen ist.

Die Staatsanwaltschaft hat auch die Ermittlungen nach einer Anzeige des VGT-Obmanns wegen Tierquälerei gegen die Verantwortlichen einer Gatterjagd am 10. Jänner in Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) eingestellt, teilte Schober mit. Demnach habe es keine Handlungen gegeben, die den Tatbestand erfüllen. In der Anzeige Balluchs war zu lesen, dass "sämtliche der gefangenen Tiere in dem Areal vorsätzlich absolute Todesangst" erlitten hätten. (APA, 13.7.2016)

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