Messerattacke vor Wiener U-Bahn-Station: Opfer wurde notoperiert

13. Juli 2016, 11:36
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Freund stach bei Streit mehrmals mit Klappmesser auf Opfer ein – Frau erlitt Stichverletzungen im Kopfbereich und Schädelbasisbruch

Wien – Eine 21-Jährige, die am Dienstagabend von ihrem Freund vor der Wiener U6-Station Währinger Straße mit einem Messer verletzt worden war, schwebte am Mittwoch nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Das Opfer erlitt mehrere Stichverletzungen im Kopfbereich und einen Schädelbasisbruch. Die Frau war jedoch noch bewusstlos und wurde beatmet, sagte Polizeisprecher Thomas Keiblinger.

Das Paar, beide Asylwerber aus Afghanistan, geriet um 19.35 Uhr im Bezirk Alsergrund aus bisher unbekannter Ursache in einen Streit. Als die 21-Jährige ihrem Partner einen leichten Schlag auf den Mund versetzte, zückte dieser ein Klappmesser. Daraufhin drehte sich die Frau weg, der 27-Jährige stach mit dem Messer mehrmals im Kopfbereich auf sie ein. Zeugen verständigten daraufhin die Polizei. Als diese eintraf, lag das Opfer am Boden, der Täter unmittelbar daneben. Der Mann war geständig, er übergab die Tatwaffe der Polizei und ließ sich widerstandslos festnehmen.

Notoperation

Das Opfer wurde von der Wiener Berufsrettung mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert und am Abend notoperiert. Die Genesung werde noch eine Weile dauern, erst in ein paar Tagen könne gesagt werden, ob sie die Attacke überleben wird, sagte Keiblinger. Woher der Schädelbasisbruch kommt, ist noch unklar. "Wir wissen noch nicht, ob das alleine von der Messerattacke herrühren kann oder ob das Opfer durch etwas anderes angegriffen wurde, mit einem Schlag oder einem stumpfen Gegenstand", sagte Keiblinger. "Es kann auch sein, dass er sie mit dem Schädel gegen ein Eisengerüst geschlagen hat." Die Tat ereignete sich auf dem Stiegenabgang der U-Bahn-Station Währinger Straße, dort ist derzeit aufgrund einer Baustelle eine Eisenstiege aufgebaut.

Der 27-Jährige wurde noch nicht einvernommen, er befand sich am Mittwoch in Polizeigewahrsam. Einige Zeugen hatten die Tat unmittelbar mitangesehen, ihre Einvernahmen sollten heute abgeschlossen werden. Eine Videoauswertung der Überwachungskameras der U-Bahn-Station wurde beantragt. (APA, 13.7.2016)

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