Hofer-Werbung statt Retro-Fotos: Laut FPÖ "nicht die feine Art"

13. Juli 2016, 10:42
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Tiroler Landespartei distanziert sich von Umwandlung einer Facebook-Seite, die für Aufregung gesorgt hatte

Mehr als 12.000 Facebook-Nutzer staunten nicht schlecht, als sie vor wenigen Tagen plötzlich als digitale Unterstützer des freiheitlichen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer aufschienen. Der Grund: Die Seite "Das Alte Innsbruck", die Fans mit historischen Bildern der Tiroler Landeshauptstadt gesammelt hatte, war plötzlich zu einer FPÖ-Fanseite umgewandelt worden. Zahlreiche Nutzer beschwerten sich über diese "Irreführung", die auch gegen die Facebook-Regeln verstoßen dürfte – die Seite wurde mittlerweile gesperrt oder gelöscht.

"Absoluter Vertrauensbruch"

Jetzt hat sich die FPÖ offiziell von der Aktion distanziert. "Wir haben mit dieser Seite echt nichts zu tun", sagt Markus Abzwerger, der Chef der Tiroler FPÖ, zur "Tiroler Tageszeitung". Die Vorgangsweise sei "nicht die feine Art". Laut "Tiroler Tageszeitung" hatten sich auch politische Mitbewerber und Prominente, die die Seite geliked hatten, verärgert.

So beschwerte sich der Superintendent der Evangelischen Kirche, dass er "plötzlich unwissend als Unterstützer Norbert Hofers" aufscheine. Der Innsbrucker Tourismusstadtrat Franz Gruber nannte die Aktion gegenüber der TT als "absoluten Vertrauensbruch" der Seitenadministrator. Facebook war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. (fsc, 13.7.2016)

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TT

Nachlese

  • Die FPÖ distanzierte sich von einer Facebook-Seite, die plötzlich Hofer-Werbung statt Retro-Fotos gepostet hatte
    foto: reuters/bader

    Die FPÖ distanzierte sich von einer Facebook-Seite, die plötzlich Hofer-Werbung statt Retro-Fotos gepostet hatte

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