Zahl der Asylanträge sinkt

12. Juli 2016, 15:43
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Fast 26.000 Anträge: Minus 10 Prozent im Juni

Wien – Im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahres ist die Zahl der eingebrachten Asylanträge heuer um fast zehn Prozent gesunken. Das geht aus der vorläufigen Asylstatistik des Innenministeriums für das erste Halbjahr hervor. Im Juni gab es 3.199 Asylansuchen, das ist ein Minus von knapp 60 Prozent gegenüber Juni 2015.

Von Jänner bis Juni zählte das Innenministerium demnach 25.691 Asylanträge (Halbjahr 2015: 28.498). Knapp 69 Prozent der Ansuchen stammen von Männern.

Für die festgelegte Obergrenze von 37.500 nimmt die Regierung aber nicht die eingebrachten, sondern die zugelassenen Anträge her. Aktuell sind das 22.135 Anträge: 8.098 Altanträge und 14.037 Ansuchen, die bisher 2016 gestellt und zugelassen wurden.

Bei den Antragstellern dominieren weiterhin die Afghanen mit rund 8.000 Anträgen im ersten Halbjahr. Mit deutlichem Abstand folgen Staatsangehörige aus dem Bürgerkriegsland Syrien, sie stellten von Jänner bis Juni rund 5.100 Anträge. Unter den Top-Nationen befinden sich noch der Irak (1.800 Ansuchen), der Iran (1.700 Ansuchen) und Pakistan (1.500 Ansuchen).

Die besten Chancen auf eine positive Entscheidung haben derzeit Syrer mit 89 Prozent rechtskräftiger Asylgewährungen im ersten Halbjahr. Bei Afghanen wurden 23 Prozent positive Entscheidungen gezählt (fast ebenso viele erhielten subsidiären Schutz), bei Irakern 25 Prozent, bei Iranern 26 Prozent und bei Pakistani nur zwei Prozent.

Per Ende Juni wurden insgesamt knapp 11.200 rechtskräftige Asylgewährungen verzeichnet, 1.300 Subsidiäre Schutzgewährungen und 730 Humanitäre Aufenthaltstitel. (APA, 12.7.2016)

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