2016 besonders blutiges Jahr für Journalisten in Afghanistan

12. Juli 2016, 14:04
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In den ersten sechs Monaten zehn Journalisten getötet

Kabul – Für afghanische Journalisten ist 2016 bisher ein besonders blutiges Jahr. Das geht aus einer am Dienstag in Kabul veröffentlichten Statistik einer Medienorganisation hervor. In den ersten sechs Monaten des Jahres seien allein zehn Journalisten getötet worden, sagte der Leiter des Sicherheitskomittees für afghanische Journalisten, Najib Sharifi.

Insgesamt habe die Organisation 54 Vorfälle registriert, Einschüchterungen, Haftstrafen und physische Angriffe auf Journalisten eingeschlossen. Davon ließen sich 21 der Regierung zuordnen, 16 den Taliban.

Einen besonders schlimmen Anschlag gab es im Jänner auf einen Bus mit Mitarbeitern des Fernsehsenders Tolo. Sieben Menschen starben dabei. Erst Anfang Juni waren in der umkämpften Südprovinz Helmand zwei Reporter des US-Senders National Public Radio (NPR) getötet worden, Sabiullah Tamana und David Gilkey. (APA, 12.7.2016)

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