Schienenausbau kostete 192 Euro pro Österreicher

12. Juli 2016, 13:47
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Im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments steht am Dienstag die Abstimmung über das "vierte Eisenbahnpaket" an

Wien – 192 Euro je Österreicherin und Österreicher gingen im Vorjahr in den Bahnausbau. Innerhalb der EU war das der höchste Betrag, gefolgt von den Schweden (177 Euro) und den Dänen (162 Euro). Europaweiter Spitzenreiter sind aber klar die Schweizer mit 383 Euro pro Einwohner. Die Investitionen in Österreich hätten rund 40.000 Arbeitsplätze gesichert, sagte Verkehrsminister Jörg Leichtfried (SPÖ) am Dienstag. Nicht umsonst sei Österreich das "Bahnfahrland Nummer eins in der EU".

Im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments steht am Dienstag die Abstimmung über das "vierte Eisenbahnpaket" an, was im Vorfeld für ein Scharmützel zwischen der ÖVP-Verkehrssprecherin im Europäischen Parlament, Claudia Schmidt, und der Verkehrsgewerkschaft Vida führte. "SNCF, Deutsche Bahn, ÖBB und Konsorten machen alles, um ihr Monopol zu halten. Die ehemaligen Staatsbahnen tun immer noch so, als wären wir im 19. Jahrhundert", sagte Schmidt. Der ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzende und Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn in der Vida, Roman Hebenstreit, konterte: "Man könnte glauben, die ÖVP-Verkehrssprecherin im EU-Parlament hat die letzten Jahre hinterm Mond gelebt." (APA, 12.7.2016)

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