Frau heißt wie Zufallsname in Google-Docs, erhält Droh-E-Mails

12. Juli 2016, 10:50
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Nachdem Casey Baumer ihre Leidensgeschichte in sozialen Netzwerken verbreitet, reagiert Google

Wer in Google-Docs ein Template, also ein neuen Inhalt mit fixem Layout (etwa für Lebensläufe oder Briefe), aufruft, sieht prominent den Namen Casey Baumer. Dabei handelt es sich um einen zufällig generierten Namen, der laut Google eine Prise kreativer als das oft benutzte "John Smith" sein soll. Hierzulande würde man etwa von "Max Mustermann" sprechen. Doch Casey Baumer ist nicht nur der fiktive Name in den Google-Templates, sondern gleichzeitig eine echte Person: eine 20-jährige US-Amerikanerin, die als Food-Stylistin arbeitet.

Drohungen wegen "Hackings"

Anfangs amüsierte sie sich darüber, dass Freunde beim Arbeiten mit Google Docs ihren Namen erblickten. Doch später begannen fremde Personen, sie in sozialen Netzwerken zu suchen und zu beschimpfen. Denn einige Personen glaubten, dass sich Baumer in ihren Google-Account gehackt hatte, um deren Dokumente zu manipulieren. "Warum scheint dein Name überall auf den Google Docs meines Ehemannes auf", schrieb etwa eine wütende Nutzerin Baumer, die eine Affäre ihres Mannes vermutete. Nach zig Erklärungsversuchen – deren Screenshots Baumer Business Insider zur Verfügung stellte – begann sie, aktiv den Kontakt mit Google zu suchen.

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Änderung in Aussicht

"Kennt irgendjemand wen, der bei Google arbeitet? Bitte helft mir!", schrieb Baumer auf Facebook. So wurde auch Business Insider auf die Geschichte aufmerksam, das wiederum einen Draht zu Google hatte. Dort heißt es nun, dass Google die "Namen in den Templates" aktualisieren werde. Die Leidensgeschichte von Casey Baumer scheint also einen Endtermin zu haben. (fsc, 12.7.2016)

  • Google benutzt den Namen "Casey Baumer", der zufällig generiert worden sein soll
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    Google benutzt den Namen "Casey Baumer", der zufällig generiert worden sein soll

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