"Vom Leben der Natur" in Ö1: Reden über Regen

11. Juli 2016, 16:41
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Die werktäglichen fünf Minuten widmen sich diese Woche allem Guten und Unguten, das von oben kommt

Wer sich am Wochenende, von der Sonne gelockt, zum Füßeplanschen im Teich, zum Eisessen im Park oder Liegen auf der Wiese hat hinreißen lassen, der habe keine Bange! Er hat nicht viel verpasst. Und auch wer sich zum Grillen bei Verwandten, zum Spritzertrinken oder zum Schwammerlsuchen im kühlenden Forst aufgemacht hat oder im Zug von z. B. Graz nach z. B. Wien jeglichen Internets zum Livestreamen etwaiger EURO-Finale entbehren musste, bleibe ruhig. Für fast alles, bis auf erste Eindrücke, gibt es eine zweite Chance.

Das gilt ebenso für die werktäglichen fünf Minuten Vom Leben der Natur auf Ö1 (8.55 Uhr). Die widmen sich diese Woche – da wir schon beim Wetter sind – allem Guten und Unguten, das von oben kommt.

Dass die Beschäftigung damit nicht erst seit dem Klimawandel und seit man zum friedlichen gesellschaftlichen Umgang erlösende Smalltalkthemen braucht, interessiert, demonstriert die Literaturwissenschafterin Eva Horn in Eistau und Tropenhitze, indem sie ihre Quellen dar- bzw. auslegt.

Texte etwa, die Vermutungen anstellen, wie Wetter und Klima sich auf Mentalität und Gesundheit der Menschen eines Landstriches auswirken, gibt es seit der Antike. Dass das Wetter zu beeinflussen keine Sache indigener Regentänze ist, beweisen hingegen katholische Kirchenlieder aus dem 17. Jahrhundert, mit denen wahlweise ein Ende des harten Winters oder mehr als ein Tropfen Wassers auf den trockenen Boden herniederbeschworen wurden.

Apropos Aberglaube: Irgendwer muss vergessen haben, seine Suppe auszulöffeln! Damit hätten wir aktuell Zeit, vorm Radio zu sitzen. Aber der Sommer kommt bestimmt wieder. Und mit ihm on demand. (Michael Wurmitzer, 11.7.2016)

  • "Vom Leben der Natur" auf Ö1.
    foto: ap / hoppe

    "Vom Leben der Natur" auf Ö1.

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