Wiener U4: Nächste Teilsperre von 2017 auf 2019 verschoben

11. Juli 2016, 12:53
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Betrifft Abschnitt zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz, Grund sind Arbeiten zur U2-Verlängerung

Wien – Aus der kurzen Verschnaufpause für die Nutzer der Wiener U-Bahn-Linie 4 wird eine längere: Derzeit ist die Strecke zwischen Schönbrunn und Hütteldorf wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Kommenden Sommer wäre der Abschnitt zwischen Karlsplatz und Längenfeldgasse an der Reihe gewesen. Doch die Sanierung wird nun auf 2019 verschoben. Grund dafür sind Arbeiten zur U2-Verlängerung.

Diese starten 2018 und erfordern auch den Umbau der Station Pilgramgasse zum Umsteigeknoten beziehungsweise den Bau von Verbindungen zwischen U2 und U4. Durch die Planänderung können die Arbeiten effizienter gestaltet werden: "Sonst hätten wir eine Baustelle binnen zwei Jahren zweimal angreifen müssen. Das macht weder finanziell noch logistisch einen Sinn. Außerdem verärgern wir nur die Menschen", erklärte die für die Wiener Linien zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Montag bei einem Besuch der U4-Baustelle.

Einsparung bei Sanierungskosten

Die Gesamtkosten der U4-Sanierung belaufen sich auf 335 Millionen Euro. Durch die Verschiebung der Teilsperre zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz auf Sommer 2019 und die dadurch mögliche Zusammenlegung von Baustellen können bis zu zehn Millionen Euro eingespart werden.

Während die nächste Teilsperre verschoben wurde, schreiten die Arbeiten auf der derzeit stillgelegten Strecke zwischen Hütteldorf und Schönbrunn voran: "Wir sind sehr gut im Zeitplan, auch im Termin- und Kostenplan", sagte Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer. Die Sanierungsarbeiten gestalten sich sowohl logistisch als auch technisch als "große Herausforderung".

Auf dem betroffenen Streckenabschnitt werden sowohl der Ober- als auch der Unterbau ausgetauscht. Beim Oberbau handelt es sich um jenen Bereich zwischen Schienen und Schotter, beim Unterbau um die Schichten darunter. Auch bei den Stationen werden Erneuerungsarbeiten durchgeführt. "Aus heutiger Sicht kann man sagen, es läuft alles sehr gepflegt ab. Der Ersatzverkehr läuft sehr gut und geplant ab und wir sind sehr optimistisch, dass wir auch den Eröffnungstermin am 5. September gut einhalten werden", so Steinbauer.

Einschränkungen an Wochenenden

Trotz der Verschiebung der nächsten Teilsperre wird die U4-Strecke in den nächsten Jahren weiter saniert: Durch den Einbau von neuen Weichen wird die Linie im Nordteil der Strecke an einigen Wochenenden eingeschränkt fahren, hieß es. Auch die Stellwerke bei den Stationen Karlsplatz, Schottenring und Wasserleitungswiese/Spittelau werden modernisiert.

Weiters steht 2017 und 2018 die Sanierung der Haltestellen Roßauer Lände und Friedensbrücke auf dem Programm. Dabei wird während der Bauarbeiten immer ein Bahnsteig für die Fahrgäste offen bleiben. Im Moment wird die Station Stadtpark saniert, wo der Bahnsteig in Fahrtrichtung Heiligenstadt für mehrere Monate nicht zugänglich ist. Wann er wieder geöffnet wird, hänge vom Baufortschritt ab, hieß es am Montag. (APA, red, 11.7.2016)

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    foto: apa / georg hochmuth
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