Fünf tödliche Badeunfälle am Wochenende

11. Juli 2016, 15:06
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Todesfälle in Oberösterreich, Steiermark und Wien

Wien – Von Freitagnachmittag bis Sonntag sind in Österreich fünf Menschen durch Badeunfälle gestorben. Drei Todesfälle gab es in Oberösterreich und je einen in der Steiermark und in Wien. Zudem ist am Montagvormittag eine Spaziergängerin in Regau (Bezirk Vöcklabruck) in die Ager gestürzt und ertrunken.

Ein 69-jähriger Oberösterreicher ist Freitagnachmittag im Pichlinger See bei Linz ertrunken. Der tote Badegast wurde von Hobbytauchern in Ufernähe geborgen. In Wien ist am Samstagabend ein 81-jähriger Mann von einem Boot leblos aus der Alten Donau in der Donaustadt geborgen worden. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des mit einer Badehose bekleideten Pensionisten feststellen.

Auch am Sonntag hatte das Hochsommerwetter viele Badegäste in die heimischen Seen gelockt. Erneut war es Oberösterreich, wo das Schwimmen zweimal tödlich endete. Im Traunsee (Bezirk Gmunden) starb eine 81-Jährige, im Irrsee (Bezirk Vöcklabruck) eine 77-jährige Pensionistin. In Schörfling im selben Bezirk wurde ein Badegast aus der Ager gerettet. Für einen Helfer endete sein Einsatz allerdings im Spital.

Die 81-Jährige war am Sonntagnachmittag allein im Bereich eines privaten Badeplatzes in den Traunsee schwimmen gegangen. Nach kurzer Zeit bemerkten andere Badegäste, dass die Frau nur wenige Meter vom Ufer entfernt reglos an der Wasseroberfläche trieb. Im Irrsee war eine 77-Jährige mit einer Freundin schwimmen gegangen. Dabei klagte sie plötzlich über Atemprobleme. Die Schwimmerin wurde mit einer Luftmatratze zum Badesteg gebracht. Trotz sämtlicher Reanimationsmaßnahmen verstarb die 77-Jährige kurz darauf.

In der Steiermark ist ein 18-jähriger Afghane am Sonntag im Pibersteinsee in Maria Lankowitz (Bezirk Voitsberg) ertrunken. Der Bursche wollte zur anderen Uferseite schwimmen, ging aber nach einigen Metern unter. Ein anderer Badegast versuchte noch, den Jugendlichen zu retten. Er holte ihn aus zwei Metern Tiefe und brachte ihn ans Ufer. Trotz Reanimation starb der Asylwerber, so die Polizei.

Nicht beim Baden, sondern beim Spazierengehen ist am Montagvormittag im oberösterreichischen Regau (Bezirk Vöcklabruck) eine 72-Jährige Frau in die Ager gestürzt und ertrunken. Das berichtete die oberösterreichische Polizei, wobei die Ursache des Unfalls zu Mittag noch völlig unklar war. Die Frau war entlang des Flusses mit ihrem Hund unterwegs, als sie plötzlich ins Wasser fiel.

Nach einem Badeunfall am 29. Juni am burgenländischen Neufelder See im Bezirk Eisenstadt-Umgebung schwebte ein 13-Jähriger, der damals untergegangen war, weiterhin in Lebensgefahr. Der Bub befand sich nach wie vor in einem Wiener Spital auf der Intensivstation. Der Schüler war vor knapp zwei Wochen mit seiner Schulklasse ins Burgenland gekommen. (APA, 11.7.2016)

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