Die Großen sind fertig, die Kleinen fangen erst an

10. Juli 2016, 16:47
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Österreich geht als Außenseiter in die Endrunde, die Gegner heißen Deutschland, Italien und Portugal

Großaspach – Eine EM jagt quasi die nächste. Bereits am Montag beginnt jene der U19-Fußballer. Österreich hat sich für die Endrunde in Baden-Württemberg qualifiziert, gehört zu den acht Besten. Die Erwachsenen haben sich in Frankreich eher blamiert, also liegt die Latte tief. Das Team von Rupert Marko trifft in Gruppe A auf Portugal (Montag, 19 Uhr), Italien (Donnerstag, 12) und Gastgeber Deutschland (Sonntag, 19.30, ORF Sport+). Die jeweils zwei Gruppenbesten steigen ins Halbfinale auf und sind Teil der U20-WM 2017 in Südkorea.

So weit wollte Marko vor dem Auftakt jedoch nicht denken. "Wir nähern uns der Aufgabe Schritt für Schritt. Jetzt gilt unser Fokus dem Spiel gegen Portugal", sagte der 52-Jährige. Mit den Portugiesen wartet bereits zum Start eine schwierige Prüfung. "Sie spielen fast den gleichen Fußball wie das A-Team, nur mit einer etwas offensiveren Ausrichtung."

Viele Absagen

Die Aufgabe wird für Österreich, das sich zum dritten Mal in Folge für eine EM qualifiziert hat, nach Absagen von Schlüsselspielern nicht unlösbar, aber extrem kompliziert. Dominik Prokop (Austria) und Konrad Laimer (RB Salzburg) bekamen keine Freigabe von ihren Klubs. Dennoch erhofft sich Kapitän Marco Krainz die eine oder andere Überraschung. "Jeder Spieler ist topmotiviert. Unter den Teilnehmern sind nur Topmannschaften. Aber wir haben uns bis hierher gekämpft. Der Zusammenhalt ist perfekt, der Teamgeist zeichnet uns aus", sagte der Mittelfeldspieler von Austria Lustenau.

Marko ergänzte: "Die Favoritenrolle liegt klar bei anderen Teams. Aber ich bin der Überzeugung, dass man im Fußball nicht realistisch sein darf. Ansonsten wären Geschichten wie Wales oder Island unmöglich", zog er Parallelen zur EM in Frankreich. "Mit ein wenig Glück fahren wir zur WM."

In Gruppe B spielen die Niederlande, England, Frankreich und Kroatien um den Aufstieg in die K.-o.-Phase. Insgesamt wurden im Vorverkauf rund 140.000 Tickets für die 16 Partien in zehn Stadien abgesetzt. Damit werden die Rekordzahlen der U19-EM 2009 in der Ukraine weit übertroffen. Damals kamen 100.000 Fans in die Stadien. (red, APA, 10.7.2016)

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