Startrecht für Rio: Nur eine russische Ausnahme

10. Juli 2016, 15:39
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Weltverband: Nur Weitspringerin Klischina darf olympisch sporteln

Paris – Der Leichtathletikweltverband (IAAF) hat nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS bis auf eine Ausnahme alle Anträge russischer Leichtathleten auf ein Sonderstartrecht bei internationalen Wettbewerben, also auch bei Olympia in Rio de Janeiro, abgelehnt. Neben der Whistleblowerin Julia Stepanowa bekam nur die Weitspringerin Darja Klischina (25) die Starterlaubnis als "neutrale Athletin". Die zweimalige Halleneuropameisterin lebt seit geraumer Zeit in den USA und unterwirft sich damit einem nach Ansicht der IAAF funktionierenden Anti-Doping-System. Insgesamt hatten 136 russische Leichtathleten ein Sonderstartrecht beantragt.

Bis 21. Juli befindet der Internationale Sportgerichtshof CAS über eine Sammelklage von 68 russischen Athleten. Unter anderem Stabhochsprung-Star Jelena Issinbajewa droht mehr denn je das Olympia-Aus. Die Siegerin von Athen und Peking hat allerdings bereits angekündigt, alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen und sogar bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen zu wollen.

Die IAAF hatte Mitte Juni die Suspendierung des russischen Verbandes wegen systematischen Dopings verlängert. (sid, red, 10.7.2016)

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