Mehr als 20 Tote bei Gefechten in der Südosttürkei

10. Juli 2016, 14:00
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Vor allem in den Provinzen Hakkari, Van und Mardin kam es zu Zwischenfällen

Istanbul – Im Sommer vergangenen Jahres scheiterte ein Waffenstillstand zwischen türkischer Regierung und PKK. Seitdem eskaliert die Gewalt. Die letzten Tage waren besonders blutig. Bei Militäreinsätzen und Anschlägen im türkischen Kurdengebiet sind mehr als 20 Menschen getötet worden. Vor allem in den Provinzen Hakkari, Van und Mardin kam es zu Zwischenfällen.

In Hakkari seien 17 Kämpfer der kurdischen Untergrundorganisation PKK am Freitag bei Gefechten mit Soldaten getötet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi. Zwei PKK-Kämpfer seien bei einem Schusswechsel mit Sicherheitskräften in Van umgekommen. In Mardin seien zwei Sicherheitskräfte und ein Zivilist bei der Explosion einer Autobombe getötet worden.

Am Sonntag starben dem Streitkräften zufolge ein Soldat und ein Dorfschützer bei der Explosion einer Autobombe in Van. 15 Sicherheitskräfte seien verletzt worden. Die Armee macht die PKK für den Anschlag verantwortlich.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, in Hakkari seien am Sonntag bei der Explosion einer Sprengfalle zudem vier Soldaten getötet worden. Die türkische Luftwaffe habe am Vortag PKK-Stellungen in der Provinz bombardiert.

Im vergangenen Sommer war ein mehr als zwei Jahre anhaltender Waffenstillstand zwischen Regierung und PKK gescheitert. Seitdem eskaliert der Konflikt erneut. Die Streitkräfte gehen in einer Offensive gegen die PKK im Südosten der Türkei vor. Dabei fliegt die Luftwaffe auch immer wieder Angriffe im eigenen Land und im Nordirak, wo das PKK-Hauptquartier liegt. Die PKK wiederum verübt Anschläge auf Sicherheitskräfte. (APA, 10.7.2016)


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