Taifun "Nepartak" zerstört 1.000 Häuser in China

10. Juli 2016, 11:14
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Fünf Vermisste, 428.000 Menschen bei Evakuierungen in sechs Städten in Sicherheit gebracht

Fuzhou – Mit "Nepartak" hat der erste Taifun dieses Sommers in Ostchina schwere Schäden angerichtet. Mehr als 1.000 Häuser seien zerstört worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Mindestens fünf Menschen wurden vermisst. Der Wirbelsturm, der sich zu einem tropischen Sturm abschwächte, habe Chaos an der Ostküste Chinas ausgelöst, berichtete die Staatsagentur.

Bei Evakuierungen seien 428.000 Menschen in sechs Städten in Sicherheit gebracht worden, unter anderem in Fuzhou, der Hauptstadt der Provinz Fujian. Nachdem der Wirbelsturm am Vortag in Taiwan gewütet hatte, traf er am Samstag mit stürmischen Böen und heftigen Regenfällen auf Chinas Küste. Felder, Dörfer und Stadtgebiete seien überschwemmt, Straßen zerstört worden, berichtete Xinhua. Die Stromversorgung sei in entlegenen Gegenden ausgefallen.

Flughäfen geschlossen, Fährverbindungen unterbrochen

Die Wetterämter meldeten Windgeschwindigkeiten von mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Fünf Flughäfen seien geschlossen und 400 Flüge gestrichen worden. Mehr als 33.000 Schiffe seien in die Häfen zurückgerufen worden. Die Fährverbindungen nach Taiwan wurden unterbrochen. "Nepartak" sollte noch über Sonntag hinaus für heftige Niederschläge sorgen. Für die fünf Provinzen Fujian, Jiangxi, Shanxi, Sichuan und Zhejiang galt die zweithöchste Alarmstufe "Orange".

Bei den sommerlichen Unwettern, Hagelstürmen, Überschwemmungen und Erdrutschen in China sind seit dem 30. Juni nach amtlichen Angaben 164 Menschen ums Leben gekommen. 73.000 Häuser wurden zerstört. Fast zwei Millionen Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Mehr als eine Million Menschen brauchten dringend Hilfe, um in der Not über die Runden zu kommen, berichtete das Innenministerium.

Drei Tote in Taiwan

In Taiwan waren durch den Taifun drei Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. Ministerpräsident Lin Chuan besuchte am Samstag die besonders schwer getroffene Gemeinde Taitung. Er traf Soldaten, die bei den Aufräumarbeiten halfen. (APA, dpa, 10.7.2016)

  • Nachdem der Wirbelsturm am Vortag in Taiwan gewütet hatte, traf er am Samstag mit stürmischen Böen und heftigen Regenfällen auf die Küstenprovinz Fujian.
    foto: apa/afp/str

    Nachdem der Wirbelsturm am Vortag in Taiwan gewütet hatte, traf er am Samstag mit stürmischen Böen und heftigen Regenfällen auf die Küstenprovinz Fujian.

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