Hamilton dominiert in der Heimat

8. Juli 2016, 17:33
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WM-Titelverteidiger raste vor Heimrennen zweimal zur Bestzeit – Rosberg musste zweite Session auslassen – Wolff bekräftigte Warnung

Silverstone – Lewis Hamilton hat den Trainingstag vor dem Formel-1-Grand-Prix von Großbritannien in Silverstone bestimmt. Der Brite erzielte am Freitag in beiden Sessions Bestzeit, die Überlegenheit des Mercedes-Werksteams war dabei augenscheinlich. Hamiltons Rivale Nico Rosberg konnte das jedoch nur teilweise ausnutzen: Im zweiten Trainings war der Deutsche wegen technischer Probleme zum Zuschauen verurteilt.

Die Mechaniker der "Silberpfeile" machten sich am Nachmittag fieberhaft auf die Suche nach der Ursache für Rosbergs unfreiwillige Auszeit. Ursprünglich hatten sie ein Wasserleck am Dienstwagen des 31-Jährigen ausgemacht. In der Session am Vormittag war er 0,033 Sekunden hinter Hamilton Zweiter, am Nachmittag rangierten die beiden Red Bulls von Daniel Ricciardo und Max Verstappen hinter dem dreifachen Weltmeister.

Unglücklicher hätte der Start für Rosberg ins Grand-Prix-Wochenende also kaum verlaufen können. Wichtige Zeit zur Abstimmung seines Wagens ist verloren gegangen. Schon beim zehnten Saisonlauf am Sonntag droht ihm der Verlust der WM-Führung. Mit 153 Punkten und nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Rennen hat er noch elf Zähler Vorsprung auf Hamilton. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel ist als Dritter mit 96 Punkten bereits abgeschlagen.

Wolff optimistisch

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff verdeutlichte unterdessen noch einmal die am Vortag ausgesprochene letzte Warnung an seine Piloten, die am vergangenen Sonntag in Spielberg in der letzten Rennrunde ineinander gekracht waren. Kommt es zu einem weiteren Vorfall wie in Österreich, der den Gesamterfolg des Teams gefährdet, behalten sich die Verantwortlichen Sanktionen wie eine "Sperre" vor.

Von einer strikten Stallorder will Wolff weiter absehen. Man wolle alles versuchen, "um diese beiden zusammenzuhalten und diesen Racing-Spirit im Team zu halten. Wenn es irgendwann einmal nicht mehr geht, bin ich der Erste im Team, der sagt, wir sind in unserem Unterfangen gescheitert. Aber ich bin immer noch optimistisch, dass es uns gelingt." (APA; 8.7.2016)

  • Lewis am Cruisen.
    foto: apa/afp/dennis

    Lewis am Cruisen.

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