Rapid und FC Karabakh eröffnen die Cup-Saison

8. Juli 2016, 14:17
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Pflichtspiel-Debüt für Rapid-Trainer Mike Büskens gegen den Wiener Stadtliga-Aufsteiger auf dem Sportclubplatz

Wien – Einen Monat nach seinem Amtsantritt feiert Mike Büskens sein Pflichtspiel-Debüt als Trainer des SK Rapid Wien. Zum Auftakt des ÖFB-Cups treffen die Grün-Weißen am Freitag (19.30 Uhr, Livestream auf www.fussballoesterreich.at) auf den Wiener Stadtliga-Aufsteiger FC Karabakh. In Hernals, am Wiener Sportclub-Platz, wartet auf die Büskens-Truppe ein Verein mit großen Ambitionen.

"Natürlich sind wir in der Favoritenrolle, aber wir haben keinen Grund, überheblich in die Partie zu gehen, nur weil wir ein Bundesligist sind", mahnte Büskens: "Wir wissen um die Stärken und Möglichkeiten von Karabakh, im Cup kann schließlich immer alles passieren."

Der 48-jährige Deutsche will seine Mannschaft sehr gewissenhaft auf die Aufgabe vorbereitet haben. "Jeder wird sehen, dass wir das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen", sagte Büskens. Als Demonstration dieser Ernsthaftigkeit stattete der Neo-Coach dem Wiener Sportclub-Platz laut Klubinformationen am Mittwoch einen Besuch ab.

Ohne Traustason

Die Partie steigt aufgrund der Eröffnung des Allianz Stadions am 16. Juli eine Woche vor den übrigen Paarungen der ersten Cup-Runde. Nicht im Kader der Grün-Weißen stehen werden Andreas Kuen (angeschlagen) sowie Paul Gartler, Max Wöber, Albin Gashi und Philipp Malicsek (alle beim U19-Nationalteam). Sommer-Neuzugang Arnor Ingvi Traustason steht nach seinem erfolgreichen Engagement beim isländischen Nationalteam noch nicht im Kader.

Gegner Karabakh hieß bis zu einer Namensänderung im August 2014 noch WS Ottakring. Seither wird der Club von aserbaidschanischen Geschäftsleuten geführt. Langfristig wird der Aufstieg bis in die Bundesliga anvisiert. Laut den Regularien des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) braucht es dafür aber Nachwuchsmannschaften und ein Stadion. Deshalb fusionierte der Club vor der Saison 2015/16 mit dem SC Kaiserebersdorf-Srbija08. Bis 2020 soll auf dem Gelände im Simmering ein zweitligataugliches Stadion entstehen.

Shukurov: "Wir müssen realistisch sein"

Mit Rapid zog der Club das für ihn "bestmögliche Los". "Rapid ist Rekordmeister und die einzige weltbekannte Mannschaft Österreichs", sagt Karabakh-General-Manager Ramin Shukurov. "Wir müssen realistisch sein. Vermutlich werden wir sie nicht besiegen." Ein wenig spekuliert Shukurov aber doch mit der großen Überraschung. "Sensationen gibt es im Fußball immer wieder. Wer hätte gedacht, dass England gegen Island verliert?"

Das Fußballwunder möglich machen soll mit Christian Thonhofer auch ein alter Bekannter. Der 31-jährige Verteidiger, der zwischen 2006 und 2011 89 Spiele für Rapid absolviert hat, steht seit einigen Tagen bei Karabakh unter Vertrag. Laut Shukurov kehrt Thonhofer damit zu seinen Wurzeln zurück. "Er hat seine Jugend ja beim SC Kaiserebersdorf verbracht." (APA, 8.7.2016)

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