Deutschland verbietet unkonventionelles Fracking

8. Juli 2016, 13:02
5 Postings

Der deutsche Bundesrat billigte die Einschränkung der umstrittenen Technologie. Umweltschützer fordern ein gänzliches Verbot

Berlin – Das umstrittene Fracking wird in Deutschland künftig nur noch unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein: Der Bundesrat billigte am Freitag das vom Bundestag im Juni beschlossene Gesetz zur umstrittenen Förderung von Erdgas und Erdöl aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten.

Fracking in Schiefer-, Ton-, Mergel- oder Kohleflözgestein – das sogenannte unkonventionelle Fracking – wird mit dem Gesetz künftig ganz verboten.

Bei Sandstein soll Fracking stärker eingeschränkt werden als zunächst von der Regierung geplant und unter anderem in Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebieten sowie in Einzugsgebieten von Mineralwasservorkommen verboten werden. Daneben soll es auch strengere Regeln für die Flüssigkeiten geben, die in den Boden gepresst werden.

Kein generelles Verbot

Der Opposition im Bund und Umweltschutzorganisationen gehen diese Neuregelungen aber immer noch nicht weit genug. Sie fordern ein generelles Fracking-Verbot.

Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um das undurchlässige Gestein aufzuspalten. Die Technik wird seit Jahrzehnten in Deutschland genutzt, um vor allem Erdgas zu gewinnen. (APA, 8.7.2016)

  • Umweltschützer – hier ein Plakat auf einem Feld in Nordrhein-Westfalen – feiern einen Teilerfolg. Ihnen gehen die Einschränkungen für die umstrittene Erdöl- und Erdgasförderung aber nicht weit genug.
    foto: martin gerten/dp

    Umweltschützer – hier ein Plakat auf einem Feld in Nordrhein-Westfalen – feiern einen Teilerfolg. Ihnen gehen die Einschränkungen für die umstrittene Erdöl- und Erdgasförderung aber nicht weit genug.

Share if you care.