US-Wahlkampf: Sanders will sich hinter Clinton stellen

8. Juli 2016, 10:42
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Gemeinsame Veranstaltung der beiden Demokraten in New Hampshire geplant

New York/Washington – Der demokratische US-Senator Bernie Sanders wird sich laut einem Zeitungsbericht kommenden Dienstag endgültig hinter die voraussichtliche Präsidentschaftskandidatin seiner Partei, Hillary Clinton, stellen.

Sanders wolle Clinton bei einem Treffen im Bundesstaat New Hampshire seine Unterstützung aussprechen, berichtete die "New York Times" am Donnerstag unter Berufung auf drei an der Planung des Ereignisses beteiligten Demokraten.

Clintons Wahlkampfteam bestätigte, dass die Ex-Außenministerin am Dienstag New Hampshire besuche, ihr Rivale Sanders wurde dabei allerdings nicht erwähnt. Allerdings hatte Sanders am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem Interview mit dem Nachrichtensender MSNBC angesprochen auf Mutmaßungen, er werde Clinton offiziell seine Unterstützung aussprechen, geantwortet: "Das ist richtig."

Achtungserfolge

Clinton hatte sich in den Vorwahlen der Demokraten genügend Stimmen für ihre Präsidentschaftskandidatur gesichert, ihr Mitbewerber Sanders errang allerdings einige Achtungserfolge. Bei einem Parteitag Ende Juli in Philadelphia soll Clinton formal nominiert werden.

Sanders setzte seine Kampagne dennoch zunächst fort, um seine inhaltlichen Forderungen zu bekräftigen. Als bislang deutlichstes Signal der Unterstützung für Clinton hatte er vor zwei Wochen gesagt, dass er der Ex-Außenministerin bei der Präsidentschaftswahl im November seine Stimme geben werde.

Sanders, der sich als "demokratischer Sozialist" bezeichnet, hatte im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten vor allem unter jungen Wählern und Aktivisten eine breite und enthusiastische Anhängerschaft mobilisiert. Er positionierte sich in seiner Kampagne gegen das politische Establishment, zu dem er auch Clinton zählte.

Der 74-Jährige plädiert unter anderem für einen Mindeststundenlohn in Höhe von 15 Dollar (gut 13 Euro), eine strikte Regulierung der Finanzmärkte und die Abschaffung der Studiengebühren an staatlichen Hochschulen. Am Mittwoch sprach sich Clintons Wahlkampfteam für kostenlose Unis für alle Studenten aus Familien aus, deren Jahreseinkommen unter 125.000 Dollar (113.000 Euro) liegt. (APA, 8.7.2016)

  • Konkurrenten: Hillary Clinton (li.) und Bernie Sanders.
    foto: ap photo/seth wenig, file

    Konkurrenten: Hillary Clinton (li.) und Bernie Sanders.

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