19 Festnahmen nach Selbstmordanschlägen in Saudi-Arabien

8. Juli 2016, 07:13
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Innenministerium: Täter von Medina, Katif und Jeddah identifiziert

Riad – Wenige Tage nach den Selbstmordattentaten in Saudi-Arabien sind 19 Verdächtige festgenommen worden. Zu ihnen zählten zwölf Pakistaner, teilte das Innenministerium am Donnerstag in Riad mit. Außerdem seien die drei Selbstmordattentäter identifiziert worden, die sich in Medina, Katif und Jeddah in die Luft gesprengt hatten.

Der Anschlag am Montagabend in Medina wurde demnach von einem 26-jährigen Saudi-Araber verübt, der eine "Vorgeschichte des Drogenkonsums" gehabt habe. Er hatte vor der Propheten-Moschee in der heiligen Stadt Medina vier Polizisten mit in den Tod gerissen.

Anschlag in Katif

Fast zeitgleich gab es in Katif einen ähnlichen Anschlag mit drei Todesopfern. Bereits in der Nacht zuvor hatte sich ein Attentäter in Jeddah in die Luft gesprengt. Dabei wurden zwei Polizisten verletzt.

Saudi-Arabien ist in den vergangenen Jahren immer wieder zum Schauplatz von Anschlägen radikalislamischer Gruppierungen geworden. Eine Serie von Selbstmordattentaten in so kurzer Abfolge ist aber ungewöhnlich. Sie ereigneten sich zum Abschluss des islamischen Fastenmonats Ramadan.

Zu den Attentaten bekannte sich zunächst niemand. Die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatte allerdings ihre Anhänger zu Anschlägen im Fastenmonat aufgefordert und sich zuletzt zu einer Reihe von Attentaten in mehreren Ländern bekannt. (APA, 8.7.2016)

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