Numerologie

7. Juli 2016, 17:40
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Die Sache mit den Rückennummern im Fußball war schon einmal einfacher

Früher – das gilt jetzt nicht nur fürs Fußballspielen – war alles viel einfacher. Die Sache mit den Rückennummern zum Beispiel: Es wurde, basierend auf der sogenannten "schottischen Furche", dem 2-3-5 der uralten Schule, von rechts hinten (Nummer 2) bis links vorne (11) durchnummeriert.

Mit den neueren Spielauffassungen – 3-2-2-3, 4-4-2, 4-3-3, 4-2-3-1 usw. – ist man mit der Nummernfolge ein wenig durcheinander geraten. Heute gelten quasi sprechende Ziffern. Der Zehner, der Achter, der Sechser – das sind ja keine bloßen Nummern, sondern Respektpersonen, wobei es hier auch Ausnahmen gibt.

Johan Cruyff, ein Zehner, wie er im Buche stand, trug gerne auch 14. Manchmal auch den Neuner, was der Sache insoweit schon damals nahekam, da der Zehner, der Cruyff war, zu den Akten als Mittelstürmer genommen worden ist. Also schon in den 1970ern war dieser Niederländer ein falscher Neuner. Wie schon zuvor Ungar Nandor Hidegkuti, der die streng numerologisch fixierten Engländer diesbezüglich zweimal (6:3, 7:1) hinters Licht geführt hat. (Und apropos Engländer ... nein, lassen wir das lieber.)

Der falsche Neuner, von dem jetzt auch in Frankreich so viel die Rede ist, ließe sich ganz gut, wenn auch etwas vage, beschreiben als eine Art kippender Sechser, nur halt weiter vorne.

Weiter oben werden die Ziffern klarerweise höher. Dort gibt es dann auch die falschen Fuffziger. Angeblich sind diese Nummern für hohe und höchste Mannen reserviert.

Lionel Messi ist noch ein Zehner (mit Hang zum falschen Neuner). Aber er sorgt für später vor. Das Gericht verlieh ihm aus diesem Anlass die Nummer 21. Aber eh bedingt. (Wolfgang Weisgram, 7.7.2016)

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    foto: apa/barrena
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