Wellenklänge: Naturmagie und Europafragen

7. Juli 2016, 15:50
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Didier Lockwood, Gustave Reichert, Benjamin Schmid, Wolfgang Muthspiel und das hornroh modern alphorn quartet zu Gast in Lunz am See

Lunz am See – wenn gleich Gründe aufzuzählen sind, warum eine Reise zu diesem Ort lohnt – nennt direkt am Ufer eine Badeinsel sein eigen, die am Abend zur Metamorphose ansetzt. U.a. für das Festival der Wellenklänge wandelt sich die Plattform zu Bühne und Zuschauerraum – einzigartig.

Nebst der idyllischen Natur und diesem von Künstler Hans Kupelwieser konzipierten Bühnenkomplex darf vor allem aber der Inhalt des von Intendantin Suzie Heger geleiteten Festivals, das vom 8. bis 30. Juli stattfindet, als zureichender Besuchsgrund angeführt werden.

Heuer widmet man sich generell der Frage nach dem "Wohin?", insoweit dies Europa und die Jungen betrifft. Zum Festivaleinstand, am Freitag, präsentiert das Projekt "Jugend wohin?" die Arbeit von Musikern unter der Leitung von Robert Kainar und Jugendlichen aus den umliegenden Schulen des Mostviertels. Auch die prominente Jazzwelt reist nach Lunz am See: So hört man Jazzgeiger Didier Lockwood – er wird am 23. Juli im Duo mit Gustave Reichert in der Konzertreihe "Geigenreigen" auf der Seebühne zu hören sein.

Mit dabei auch Geiger Benjamin Schmid: Zunächst im Duo mit Pianistin Ariane Haering (14. Juli), spielt er (am 15.Juli.) zusammen mit Gitarrist Wolfgang Muthspiel und Cellist Florian Eggner. Abseits der Streicher vernimmt man das hornroh modern alphorn quartet, das Traditionen der alpinen Art mit der Moderne verbindet.

Im Programm, das insgesamt rund 20 Veranstaltungen beinhaltet, findet sich zudem ein Konzert des Pianisten David Helbock. Mit seinem Trio (Raphael Preuschl an der Bassukulele und Reinhold Schmölzer am Schlagzeug) sucht und findet der Kreativkopf einen Individualweg durch jazzige und elektronische Traditionen und berücksichtigt dabei auch den freitonalen Kosmos. (toš, 7.7.2016)

"Wellenklänge" 8. bis 30. Juli

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