"Hey Babies <3": Microsoft blamiert sich mit E-Mail an Praktikanten

7. Juli 2016, 13:22
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Unternehmen veröffentlichte eine Entschuldigung und will den Vorfall untersuchen

Microsoft hat sich mit einem E-Mail an seine Praktikanten blamiert. Viele Nutzer mokieren sich darüber, dass der IT-Konzern darin auf für ein globales Unternehmen peinliche Jugendsprache setzt und außerdem seine Praktikanten aktiv zum "High werden" auffordert. Schon die Begrüßung irritierte Empfänger: "Hey Bae Intern! <3". Das "Bae" ist ein Kosewort, das sich ungefähr mit "Baby" und "Süßer" übersetzen lässt.

"Beer Pong"-Tische

Außerdem schreibt Microsoft-Mitarbeiterin Kim in dem E-Mail davon, dass es "hella noms" (viel Essen), "lots of dranks" und "Beer Pong"-Tische gibt. Zum Abschied schreibt Kim, dass sich die Praktikanten die Gelegenheit nicht auslassen sollten, "sich an einem Montagabend die Kante zu geben". Kim hat nun vermutlich Ärger, denn das E-Mail verbreitete sich nach der Publikation durch Praktikanten in Windeseile.

Vorfall wird geprüft

"Von allen bizarren Dingen, für die sich Microsoft in letzter Zeit entschuldigt hat – etwa für einen rassistischen Chatbot und Go-Go-Tänzerinnen bei einem Xbox-Event – ist das wohl das Merkwürdigste", kommentiert das Wirtschaftsmagazin Bloomberg. Tatsächlich hat der Konzern angekündigt, den Vorfall zu prüfen.

Das E-Mail habe "eine schlechte Wortwahl" und stehe "nicht im Einklang mit unseren Werten als Unternehmen". Der Anspruch, den Konzern wieder attraktiver und moderner zu machen, hält offenbar einige Fallen bereit. (red, 7.7.2016)

  • Microsoft-CEO Satya Nadella will dem Unternehmen frischen Wind verleihen – teils mit bizarren Resultaten
    foto: apa/afp/sullivan

    Microsoft-CEO Satya Nadella will dem Unternehmen frischen Wind verleihen – teils mit bizarren Resultaten

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