Deutscher wollte unbedingt freiwillig ins Gefängnis

7. Juli 2016, 12:31
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33-Jähriger wählt dutzendfach Notruf – und landet in Arrestzelle

Mainz – Ohne ersichtlichen Grund hat ein 33-Jähriger aus Rheinland-Pfalz mit Nachdruck darauf gedrungen, in ein Gefängnis eingewiesen zu werden. Wie die Polizei in Mainz am Donnerstag mitteilte, rief der Mann aus Bad Kreuznach aus einer Telefonzelle heraus innerhalb von zwei Stunden insgesamt 29 Mal den Notruf an. Dabei habe er mitgeteilt, dass er seine Haft in einer Justizvollzugsanstalt antreten wolle.

Auch ein Anrainer habe sich gemeldet, bei dem der Mann geklopft und ebenfalls angegeben habe, dass er ins Gefängnis wolle, erklärte die Polizei. Recherchen der Beamten hätten jedoch ergeben, dass gegen ihn weder ein aktueller Haftbefehl noch ein Strafantrittsbefehl vorlägen.

Gewahrsamszelle

Beamte hätten den Mann daraufhin aufgesucht und erklärt, dass er nicht ins Gefängnis gebracht werden könne. Während einer kurzen Abwesenheit der Polizisten habe er dann erneut innerhalb von drei Minuten fünf Mal den Notruf gewählt.

"Hiermit erreichte er zumindest die Unterbringung für eine Nacht in der Gewahrsamszelle im Polizeipräsidium", erklärte die Polizei. Die Festnahme begründeten die Beamten mit der "Verhinderung weiterer Straftaten" – wie etwa Missbrauch von Notrufen. (APA, 7.7.2016)

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