Ende der frauenlosen Landesregierung in Oberösterreich

7. Juli 2016, 12:16
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OÖ. SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer wird als Landesrätin angelobt und bekommt auch die Frauenagenden – aber auf Abruf

Linz – Die neue oberösterreichische SPÖ-Chefin Birgit Gerstorfer ist am Donnerstag auch als Landesrätin angelobt worden. Zuvor hatte ihre Fraktion sie im Landtag einstimmig gewählt. Die 52-Jährige wird von ihrem Vorgänger Reinhold Entholzer die Ressorts Soziales und Gemeinden übernehmen.

Zudem beschloss die Landesregierung am Donnerstag, dass der schwarze LHStv. Thomas Stelzer ihr die Frauenagenden abtritt. Die offizielle Amtsübergabe findet am Freitag statt. Gerstorfer bekommt dieses Ressort allerdings nur so lange, bis wieder eine weibliches Mitglied zur ÖVP-Regierungsriege hinzukommt. Mit der Angelobung zur Landesrätin durch Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) ist zumindest in der neunköpfigen Regierung wieder eine Frau vertreten.

Erfreut zeigten sich die Vertreterinnen des Frauenbündnis 8. März in Oberösterreich über den Einzug der SPÖ-Chefin in die Landesregierung: "Ein guter Anfang wurde gemacht, Birgit Gerstorfer darf aber nicht die einzige Frau bleiben", hieß es in einer Presseaussendung. Das Bündnis hatte, seit die Männerregierung Ende Oktober 2015 im Amt ist, bei jeder Landtagssitzung in einer Parallelveranstaltung vor dem Landhaus auf die Situation der Frauen in Oberösterreich aufmerksam gemacht. (APA, 7.7.2016)

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