Deutscher Airport-Verkauf an Chinesen wohl endgültig gescheitert

6. Juli 2016, 16:21
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Rheinland-pfälzischer Innenminister: Ausstieg aus Verträgen beim Verkauf des Flughafens Hahn zeichnet sich ab

Mainz – Der von der rheinland-pfälzischen Landesregierung angestrebte Verkauf der Landesanteile am Regionalflughafen Hahn an einen chinesischen Investor steht wohl endgültig vor dem Aus. Es zeichne sich ein Ausstieg aus den Verträgen ab, teilte der zuständige Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) am Mittwoch in Mainz mit.

Bereits Ende Juni hatte sich ein Platzen des Deals mit der Shanghai Yiqian Trading (SYT) abgezeichnet.

Der chinesische Investor wollte die von Rheinland-Pfalz gehaltene Anteilsmehrheit von 82,5 Prozent am Flughafen Hahn kaufen. Doch nach Ausbleiben einer Zahlung geriet der Prozess ins Stocken. Die SYT begründete laut Lewentz die nicht erfolgte Überweisung mit Problemen bei den chinesischen Behörden bei der Genehmigung für die Transaktion.

Der Minister entsandte nun Innenstaatssekretär Randolf Stich nach Shanghai. Begleitet wurde er von Vertretern der Beratungsfirma KPMG. Nach ersten Gesprächen zeichne sich ein Abbruch des Verkaufsprozesses mit dem Unternehmen SYT ab, erklärte Lewentz.

Der Innenminister gab zudem bekannt, dass zwei andere Bieter in dem Verkaufsverfahren bestätigt hätten, erneut Gespräche aufnehmen zu wollen. Er sei überzeugt, "dass der Hahn eine Zukunft hat", erklärte Lewentz.

Der ins Stocken geratene Verkauf des Flughafens setzt auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) unter Druck. Am Donnerstag will sich der Mainzer Landtag in einer Sondersitzung mit dem Thema befassen. (APA, 6.7.2016)

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