Landes-Spitalsärzte ab November mit neuem Gehaltsschema

6. Juli 2016, 12:45
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Ärztekammer zufrieden über Ergebnis der Verhandlungen mit dem Land Niederösterreich: Grundgehalt wird einheitlich

Wien/St. Pölten – Die niederösterreichische Ärztekammer und der Zentralbetriebsrat der Landeskliniken haben mit dem Land ein "sehr gutes" Gehaltsschema für die Spitalsärzte ausverhandelt, das im November in Kraft treten soll. Mit dem Abschluss auf hohem, konkurrenzfähigem Niveau seien die Krankenhäuser in allen Regionen attraktive Arbeitsplätze für Ärzte, hieß es am Mittwoch.

Die Novelle, mit der die teilweise deutlichen Unterschiede zu anderen Bundesländern ausgeglichen würden, sieht die Gleichstellung aller in Ausbildung stehenden Ärzte vor. "Es war uns sehr wichtig, die Ausbildung im Bundesland zu erhalten", betonte Ronald Gallob, Vizepräsident der niederösterreichischen Ärztekammer, und Spitalsärztevertreter Josef Sattler und sprachen von einem Schema auf Wiener Niveau. "Es geht kräftig nach oben", sagte Gallob.

Bisher hatte ein Turnusarzt (in Ausbildung zum Allgemeinmediziner) ein niedrigeres Gehalt als ein Assistenzarzt (in Ausbildung zum Facharzt). Sattler nannte ein einheitliches Grundgehalt, das bei 3.550 Euro brutto beginnt. Die Gefahrenzulage werde künftig in das Grundgehalt einberechnet, diese Umschichtung bedeute einen höheren Stundenlohn. Bei einer 40-Stunden-Woche würden acht Überstunden, also 35 im Monat, mit 50 Prozent Zuschlag bezahlt, ab der 36. weniger. Durchschnittlich würden 44 Wochenstunden geleistet, hieß es.

Mit dem neuen Gehaltsschema sehe man sich in Niederösterreich wieder im Spitzenfeld, könne damit einem Ärztemangel entgegenwirken, und die medizinische Versorgung der Bevölkerung sei gesichert. Peter Maschat, Zentralbetriebsratsvorsitzender der NÖ Landeskliniken, freute sich darüber, dass "wir den erfolgreichen Weg der Sozialpartnerschaft fortgesetzt haben." Dass Verhandlungen hart seien, liege in der Natur der Sache. Diese seien auf hohem Niveau geführt worden und das Ergebnis könne sich sehen lassen. Maschat hob hervor, dass sich das Land zu allen 27 Krankenhausstandorten bekenne. Die gute Besoldung sei Voraussetzung dafür, dass auch in "vielleicht nicht so attraktiven" Gegenden keine Versorgungslücken entstehen. Das ausverhandelte Gehaltsschema sei nicht nur attraktiv, sondern auch transparent und nachvollziehbar: "Das kann sich jeder im Internet anschauen." Die Novelle sollte im Oktober den Landtag passieren und mit 1. November gelten. (APA, 6.7.2016)

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