Radmuttern in Kärnten gelockert: Polizei verstärkt Streifentätigkeit

6. Juli 2016, 09:42
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Insgesamt wurden 14 Fälle registriert. Am Montag rollte einer Frau das linke Hinterrad davon, sie blieb unverletzt

Klagenfurt – Erneut sind in Kärnten Fälle bekanntgeworden, in denen Unbekannte die Radmuttern von Autos gelockert haben – insgesamt waren bisher 14 Fahrzeuge betroffen. Wie die Polizei mitteilte, war es am Montag zu einem besonders brenzligen Fall gekommen: Eine Frau hatte während der Fahrt ein Rad verloren. Die Polizei verstärkt nun die Streifentätigkeit in ganz Kärnten.

Der Fall am Montag hätte auch schlimmer ausgehen können: Eine 39-jährige Wolfsbergerin war mit dem Auto ihres Lebensgefährten unterwegs, als sich plötzlich das linke Hinterrad löste. Die Frau konnte nach 25 Metern stehenbleiben, das Rad rollte etwa 30 Meter weit und blieb schließlich in einem Bach neben der Straße liegen.

Sachschaden

Ähnliche Fälle wurden im selben Bezirk und auch rund um Völkermarkt bekannt – dort bemerkten die Betroffenen allerdings während der Fahrt, dass etwas mit ihrem Auto nicht stimmte und blieben stehen. Trotzdem entstand an den Fahrzeugen Sachschaden. Der jüngste Fall ereignete sich am Montagnachmittag im Bezirk Villach-Land, als Unbekannte den Lack eines Autos zerkratzten und ebenfalls die Radmuttern eines Reifens lockerten.

Begonnen hatte die Serie im Juni, als in einer Gemeinde im Bezirk Wolfsberg gleich fünf Fälle bekannt wurden. In diesem Bezirk gibt es auch die meisten Vorfälle: Neun Mal schlugen hier Täter zu. Drei Mal waren sie in Völkermarkt am Werk. Und auch am Auto einer Feldkirchnerin hatte man sich zu schaffen gemacht – sie war rund 50 Kilometer weit mit einem lockeren Reifen unterwegs.

Fatale Folgen möglich

Die Polizei reagiert auf die Vorfälle, das Landeskriminalamt koordiniert die Maßnahmen. "Wir verstärken die Streifentätigkeit in ganz Kärnten, unter anderem sind auch Zivilstreifen unterwegs", sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Mittwoch. Er ersucht auch die Kärntner, wachsam zu sein und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden – die Täter haben oft im Dunklen und auf abgelegenen Parkplätzen zugeschlagen. "Wir nehmen die Sache nicht auf die leichte Schulter. Das ist keine Kleinigkeit, so etwas kann fatale Folgen haben", sagte Dionisio. (APA, 6.7.2016)

  • Unbekannte lockern in Kärnten Radmuttern von Autoreifen. Bislang kam es nur zu Sachschaden, fatalere Folgen wären aber möglich, wie ein Polizeisprecher betont.
    foto: apa/urs flueeler

    Unbekannte lockern in Kärnten Radmuttern von Autoreifen. Bislang kam es nur zu Sachschaden, fatalere Folgen wären aber möglich, wie ein Polizeisprecher betont.

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