Überbelastung: Nutzer klagen über "Selfie-Ellbogen"

6. Juli 2016, 08:35
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Neueste Variante einer Krankheit, die durch die Nutzung technischer Geräte ausgelöst wird

In den USA erfährt momentan der "Selfie-Ellbogen" eine erhöhte Aufmerksamkeit. Ähnlich wie beim "Tennis-Arm" handelt es sich dabei um eine Krankheit, bei der Nutzer nach übermäßiger Beanspruchung ihres Körpers leiden. Ausgelöst wird der "Selfie-Ellbogen" durch das Fotografieren mit dem Smartphone. Wer oftmals im für Selfies typischen Winkel fotografiert, belastet damit die Gelenke seines Armes. Das kann wiederum später zu heftigen Schmerzen führen.

Keine Seltenheit

Bekannt wurde das Phänomen nun durch die US-Moderatorin Hoda Kotb, die sich in einer Talkshow darüber beklagte. In sozialen Medien berichten nun zahlreiche Nutzer über ähnliche Schmerzen, die sie auf das Aufnehmen von Selfies zurückführen. Die Ärztin Mary Wilmarth, die Sprecherin des US-Verbandes für Physical Therapy ist, sagt gegenüber der Washington Post, dass das Phänomen durchaus ernstzunehmen ist. "Wir haben das schon bei der Einführung von BlackBerries beobachtet, als es plötzlich einen 'Blackberry-Daumen' gab", so Wilmarth.

Schonung

Die Nutzung technischer Geräte kann eine ganze Reihe von Beschwerden auslösen: Angefangen von schlechter Haltung beim Arbeiten vor dem Rechner bis hin zu Sehnenscheidenentzündungen. Beim "Selfie-Ellbogen" empfehlen Experten, wie beim klassischen Tennis-Arm vorzugehen: Also den Arm zu schonen und eventuell die Schmerzen mit Eis zu lindern. Präventiv empfiehlt sich ohnehin, Sport zu betreiben oder zumindest Dehnungsübungen auszuführen. (red, 6.7.2016)

  • Die typische Selfie-Haltung kann für eine Überbelastung des Ellbogens sorgen
    foto: reuters/usa today/spurlock

    Die typische Selfie-Haltung kann für eine Überbelastung des Ellbogens sorgen

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