Uni Linz: Senat segnet Reformpläne des Rektors ab

5. Juli 2016, 20:07
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Zwei-Drittel-Mehrheit bei Abstimmung über Arbeitsprogramm von Meinhard Lukas

Linz – Der erst seit neun Monaten amtierende Rektor der Linzer Johannes Kepler Uni (JKU) Meinhard Lukas bekam seine nicht unumstrittenen Reformpläne vom 26-köpfigen Senat Dienstagnachmittag abgesegnet. Er hatte das Gremium um eine Abstimmung über sein Arbeitsprogramm und dessen Umsetzung ersucht. Fehle die Unterstützung, sei er als Rektor fehl am Platz.

In einer danach ausgeschickten Presseaussendung berichtete der Vorsitzende des Senates, Universitätsprofessor Helmut Pernsteiner, über einen mit nicht näher genannter "großen Mehrheit" gefassten Beschluss. Aus Senatskreisen war die Rede von einer Zwei-Drittel-Mehrheit. Laut Presseaussendung habe sich an der grundsätzlichen Übereinstimmung mit dem Arbeitsprogramm des Rektors zum Amtsantritt (Positionspapier "Aufbruch in die nächsten 50 Jahre") nichts geändert. Bezüglich den zuletzt auch in einem aktuellen Schreiben (vom 28. Juni heurigen Jahres) formulierten Herausforderungen und Zielen herrsche Einigkeit zwischen Rektorat und Senat.

"Konstruktiver Dialog"

Die konkreten Maßnahmen müssten noch im Dialog zwischen den Beteiligten und Betroffenen – unter anderem Rektorat, Senat, Dekanaten, Fachbereichen und Betriebsrat festgelegt werden. Selbstverständlich sei der Senat zu einem konstruktiven Dialog für die konkrete Umsetzung der für die JKU wichtigen Reformschritte bereit, mit dem gemeinsamen Ziel, den bisherigen erfolgreichen Weg der JKU zur internationalen Spitze weiter fortzusetzen. Damit stehe einem weiteren gemeinsamen konstruktiven Arbeiten nichts im Wege.

Ähnlich äußerte sich Rektor Lukas: Es liege mit diesem Beschluss solide Basis für das Weiterarbeiten vor. Er sei im April 2015 gewählt worden, seither habe er sich einen Überblick über die Universität und ihren Herausforderungen verschaffen können. Deshalb habe er sein ursprüngliches Positionspapier noch einmal modifiziert und darin seien durchaus "große Brocken" enthalten, für die er in der Abstimmung einen klaren Arbeitsauftrag erhalten wollte. Unter anderem geht es um die Verteilung der Mittel. Es soll künftig Zielvereinbarungen zwischen dem Rektorat und den Instituten geben. Die Erfüllung dieser Vorgaben sei dann auch entscheidend bei der Budgetverteilung. Weiters will er den Studienplan entrümpeln. Ebenfalls für verbesserungswürdig hält er die Prüfungsabnahmen und die Studienabschlüsse.

Der für Bildung zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Thomas Stelzer (ÖVP) freute sich in einer Presseaussendung über die breite Mehrheit für Lukas: "Das ist eine wichtige Weichenstellung für die JKU und ein klarer Auftrag, den eingeschlagenen Weg der Erneuerung weiterzugehen." Gleichzeitig sollten alle Beteiligten aber auch intensiv daran arbeiten, Irritationen zu beseitigen und für ein Miteinander zu sorgen. (APA, 5.7.2016)

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