Doskozil wartet Ermittlungen wegen Grazer Moschee ab

5. Juli 2016, 12:40
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Verteidigungsminister gegen Vorverurteilungen

Wien – Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) will in der Causa einer Attacke auf eine Grazer Moschee im Mai die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abwarten. Es seien "einige Fragen zum jetzigen Zeitpunkt offen", sagte er am Dienstag vor dem Ministerrat. Nach Abschluss der Prüfung durch die Justiz werde man "dann beurteilen, welche Erkenntnisse wir daraus ziehen".

Bis dahin dürfe es keine Vorverurteilungen geben, meinte Doskozil. Er habe großes Interesse daran, dass es "keine rechtsradikale Szene in unseren Strukturen" gebe, sagte er.

Schweineblut an Moschee

In der Nacht auf den 6. Mai waren Schweineteile und -blut im Außenbereich der Grazer Moschee verteilt worden. Laut Staatsanwaltschaft wird gegen zwei Personen unter anderem wegen Herabwürdigung religiöser Lehren ermittelt. Einer von ihnen soll ein Abwehramt-Mitarbeiter sein. Das Heeresabwehramt soll frühzeitig von den Anschlagsplänen gewusst haben, lautet ein Vorwurf. (APA, 5.7.2016)

  • Doskozil will keine Vorverurteilungen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Doskozil will keine Vorverurteilungen.

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