Oettinger will China und Co an Kauf strategisch wichtiger Firmen hindern

5. Juli 2016, 06:24
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EU-Kommissar: "Es hat sich gezeigt, dass die Politik hier nur begrenzte Instrumente hat"

Brüssel/Augsburg – Der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) hat sich angesichts der Übernahme des Augsburger Roboterherstellers Kuka durch den chinesischen Haushaltsgerätehersteller Midea für ein europäisches Außenwirtschaftsgesetz ausgesprochen. "Es hat sich gezeigt, dass die Politik hier nur begrenzte Instrumente hat", sagte Oettinger den "Stuttgarter Nachrichten" (Dienstagsausgabe).

Am Ende sei der von Midea gebotene Preis für Kuka-Aktien "so attraktiv gewesen, dass für Voith ein strategischer Erwerb von Robotern hinter das Gewinnstreben zurücktrat". Man sollte nun über ein europäisches Außenwirtschaftsgesetz nachdenken. Für "strategisch wichtige Wirtschaftsbereiche" sei zu prüfen, was national oder auf europäischer Ebene getan werden könne, um Wertschöpfung und Forschung auch künftig in Europa zu halten.

Norbert Röttgen (CDU), Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des deutsche Bundestages, argumentierte ähnlich: "Die offensichtlich bestehende Gesetzeslücke muss auf nationaler oder europäischer Ebene geschlossen werden", sagte er dem Blatt. (APA, 5.7.2016)

  • Nach dem Kauf des deutschen Roboterherstellers Kuka will Günther Oettinger die Gesetzeslage überprüfen.
    foto: apa / dunand

    Nach dem Kauf des deutschen Roboterherstellers Kuka will Günther Oettinger die Gesetzeslage überprüfen.

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