"Abstimmung eine Farce": Opposition boykottiert Wahlen in Nicaragua

5. Juli 2016, 06:20
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Nach der Entmachtung ihres Vorsitzenden

Managua – Nach der Entmachtung ihres Vorsitzenden nimmt die wichtigste Oppositionsbewegung von Nicaragua nicht an den Präsidenten- und Parlamentswahlen am 6. November teil. Die Abstimmung sei eine Farce und die Nationale Koalition für Demokratie (CND) werde nicht antreten, sagte Eduardo Montealegre am Montag.

Dem einflussreichen Regierungsgegner war zuletzt die juristische Vollmacht für seine Partei PLI entzogen worden. Die liberale Partei ist die stärkste Kraft im Bündnis CND. Nun wird die PLI von dem weitgehend unbekannten Politiker Pedro Reyes geführt. Der ehemalige Außenminister Montealegre wirft ihm vor, im Dienste der sandinistischen Regierungspartei von Präsident Daniel Ortega zu stehen. Reyes entzog nach seiner Machtübernahme dem designierten Präsidentschaftskandidat der PLI das Vertrauen.

Ortega bewirbt sich bei der kommenden Wahl um eine vierte Amtszeit. Wegen seines autoritären Regierungsstils und Korruptionsvorwürfen gegen seine Familie haben sich viele frühere Weggefährten von dem Ex-Guerillero abgewandt. (APA, 5.7.2016)

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