Frankreich soll Briten bei Senkung von Körperschaftssteuer folgen

4. Juli 2016, 22:02
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Alain Juppé, Konkurrent von Nicolas Sarkozy um Präsidentschaftskandidatur bei Konservativen, will zeigen "dass Frankreich ein wettbewerbsfähiges Land ist"

London – Frankreich muss dem führenden Oppositionspolitiker Alain Juppé zufolge auf britische Pläne reagieren, die Steuerlast von Unternehmen auf unter 15 Prozent zu senken. Das britische Votum zum Austritt aus der EU und die Ankündigung des britischen Finanzministers George Osborne, internationale Unternehmen mit einer massiven Steuersenkung von der Abwanderung abzuhalten, seien Herausforderungen, denen sich Frankreich stellen müsse, sagte der Konservative, der nächster Präsident des Landes werden will, am Montag in London.

"Wir müssen zeigen, dass Frankreich ein wettbewerbsfähiges Land ist." Der große Unterschied zwischen den Steuern in Frankreich und in anderen Ländern der EU müsse verringert werden, forderte der frühere Ministerpräsident, der sich im innerparteilichen Rennen um die konservative Präsidentschaftskandidatur gegen Ex-Präsident Nicolas Sarkozy durchsetzen will.

Die sozialistische Regierung in Paris hat bereits angekündigt, Firmen nach dem Brexit von London nach Paris locken zu wollen. Allerdings hat Frankreich eine hohe Steuerlast auch für Unternehmen. Sie beträgt derzeit 33 Prozent, für Firmen mit einem Umsatz von mehr als 250 Millionen Euro kommt derzeit noch eine Sonderabgabe hinzu. In Großbritannien ist die Abgabe bereits jetzt mit 20 Prozent deutlich geringer. In Deutschland sind es knapp 30 Prozent. Osborne hatte angekündigt Das Ziel sei eine "super wettbewerbsfähige Wirtschaft". (Reuters, 4.7.2016)

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