Nach IS-Anschlag in Bagdad: Fünf verurteilte Häftlinge hingerichtet

4. Juli 2016, 21:37
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Irakische Justiz demonstriert Stärke nach Attentat mit über 200 Toten – AI-Kritik an Exekutionen

Bagdad – Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Bagdad hat die irakische Justiz Stärke demonstriert und die Hinrichtung von fünf zum Tode verurteilten Häftlingen vermeldet. Das Justizministerium erklärte am Montag, dass in der Früh Todesstrafen gegen fünf Verurteilte vollstreckt worden seien.

Familien, die von dem Anschlag vom Sonntag betroffen seien, sollten wissen, "dass ihre Brüder im Justizministerium gerechte Strafen gegen diejenigen vollstrecken, an deren Händen das Blut von Irakern klebt".

200 Tote am Sonntag

Das Ministerium übermittelte zudem den Angehörigen und Opfern des Anschlags in der irakischen Hauptstadt sein Mitgefühl. Weshalb die exekutierten Gefangenen zum Tode verurteilt worden waren, dazu machte das Justizministerium keine Angaben.

Bei dem Anschlag inmitten eines belebten Einkaufsviertels waren am Sonntag mehr als 200 Menschen getötet und ebenso viele weitere verletzt worden. Zu dem Angriff bekannte sich die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Im vergangenen Jahr hatte die jordanische Regierung mit einer ähnlichen Maßnahme reagiert, nachdem der IS einen ihrer Piloten bei lebendigem Leib verbrannt hatte. Als Reaktion darauf wurden zwei jihadistische Gefangene hingerichtet. Die Organisation Amnesty International (AI) kritisierte dieses Verhalten und erklärte, Exekutionen dürften kein "Mittel zur Rache" sein. (APA, 4.7.2016)

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