Fest zur Festspieleröffnung: 78 Programmpunkte an 30 Spielorten

4. Juli 2016, 18:00
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Streit um Ausschluss dreier syrischer Flüchtlinge bei traditionellem Fackeltanz – 10.500 kostenlose Zählkarten aufgelegt

Salzburg – 78 Programmpunkte an 30 Spielorten, aufgeführt an nur eineinhalb Tagen. Die Salzburger Festspiele starten das fast sechswöchige Festival mit dem Fest zur Festspieleröffnung, bei dem Salzburger und internationale Gruppen mit Musik, Tanz und Schauspiel zu erleben sind. Die 10.500 kostenlosen Zählkarten für das Fest, das am 22. und 23. Juli stattfindet, sind ab 9. Juli zu bekommen.

Fackeltanz ohne multikulturelle Tanzgruppe

Große Wogen schlug am Montag vor allem ein Programmpunkt: der traditionelle Fackeltanz, bei dem 100 Tanzpaare aus verschiedenen Brauchtumsgruppen beteiligt sind. Eine multikulturelle Tanzgruppe sei von der Teilnahme ausgeladen worden, in der auch drei syrische Flüchtlinge mittanzen sollten.

"Veranstalter des Fackeltanzes ist die Stadt Salzburg und ich werde mich in diese Angelegenheit nicht einmischen. Ich habe selbst erst heute Morgen von der Entscheidung erfahren und möchte darauf hinweisen, dass es vor allem eine Diskussion der teilnehmenden Vereine ist, mit denen die Festspiele nichts zu tun haben. Die Plätze der Teilnehmer sind immer sehr umkämpft", so die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler beim Pressegespräch.

Probe aus dem Programm der Ouverture spirituelle

Neben dem Fackeltanz finden die meisten Veranstaltungen an überdachten Schauplätzen statt. Besonders die Salzburger Kirchen sind in den letzten Jahren zu einem beliebten Schauplatz geworden und gehören dieses Jahr zu den meistgenutzen Spielstätten, wie die Organisatorin des Festes zur Festspieleröffnung, Renate Bienert, erklärte. In der Kollegienkirche wird am 22. Juli auch eine Probe aus dem Programm der Ouverture spirituelle für das Publikum öffentlich zugänglich gemacht. Besuchen kann man die Generalprobe des Chors der Staatlichen Kapelle St. Petersburg, der geistliche Chormusik aus Russland singt.

Mischung aus Salzburgern und Festspielkünstlern

"Wichtig ist eine Mischung aus Salzburgern und Festspielkünstlern", so Rabl-Stadler. Deswegen wird dem Brauchtum, neben Künstlergesprächen mit Nicholas Ofczarek und einer öffentlichen Meisterklasse von Christa Ludwig, ebenfalls viel Platz im Programm eingeräumt. Dazu gehören Volkstanzaufführungen im Heckentheater im Mirabellgarten, Salzburger Straßentheater und Führungen im Salzburg Museum. Für die jugendlichen Zuschauer wird ein Poetry Slam in den Kavernen 1595 abgehalten und eine kindgerechte Version von Shakespeares "Sturm" gezeigt.

Die üblicherweise vom Bundespräsidenten vorgenommene offizielle Eröffnung der diesjährigen Festspiele übernimmt dieses Jahr Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). (APA, 4. 7. 2016)

Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Zählkarten für ausgewählte Veranstaltungen gibt es ab 9. Juli, 9.30 Uhr, an der Tageskasse der Salzburger Festspiele.

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